Kärnten Intern: Hohe Kosten für Objektivierung
Drei Tage lang dauerten die gestern beendeten Hearings im Zuge des Objektivierungsverfahrens für die Nachbesetzungen der Bezirkshauptleute für St. Veit, Spittal und Völkermarkt. Die Kommission mit Landesamtsdirektor Reinhard Sladko, seinem Vize Dieter Platzer, Gemeindeabteilungs-Chef Franz Sturm und Sylvia Trawöger vom Personalberater Hill hörte sich insgesamt 15 Kandidatinnen und Kandidaten an.
Keine rasche Lösung. Eine rasche Lösung zeichnet sich nicht ab. Nach Vorliegen der schriftlichen Gutachten in vier bis sechs Wochen, wenn Kandidaten und Parteien informiert sind, könnten Ergänzungs-Gutachten gefordert werden. Mit einem abschließenden Bericht ist nicht vor Juni zu rechnen. Dann ist die Politik am Zug. Die beiden Personalreferenten Jörg Haider und Reinhart Rohr müssen in der Regierungssitzung einen gemeinsamen Akt mit den Besetzungs-Vorschlägen beschließen lassen. Und selbst dann ist noch nichts fix. Denn die Zweit- und Dritt-Gereihten können Einspruch erheben, womit die neuen Bezirkshauptleute noch nicht endgültig im Amt wären und sich jahrelange Interimslösungen wie in der Kulturabteilung mit Erika Napetschnig abzeichnen.
"Politischer Deal." Weil mit den beiden Personalreferenten SPÖ und BZÖ das Sagen haben, gehen trotz Objektivierung viele "von einem politischen Deal" bei den BH-Besetzungen aus. Die Forderung steht im Raum, dass die Politik den Mut haben sollte, gleich ihre Wunschkandidaten einzusetzen, anstatt hohe Kosten zu verursachen. Immerhin kostet ein Objektivierungsverfahren 7000 Euro, im konkreten Fall ist das mit 15 zu multiplizieren.
Kandidaten. Zu hören war am Donnerstag, dass alle 15 Kandidaten gute Leistungen geboten haben. Einige werden gerade wegen der Parteinähe als Favoriten gehandelt: Claudia Egger (BZÖ) für St. Veit, Klaus Brandner (BZÖ) für Spittal und Gert Klösch (SPÖ) für Völkermarkt.












