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    Zuletzt aktualisiert: 12.04.2007 um 19:12 Uhr

    In Bagdad lauert der Tod jetzt überall

    Schwerer Rückschlag für US--Sicherheitsbemühungen in Bagdad: Ein Attentäter mordete im Parlament, ein andere sprengte eine Tigris-Brücke.

    Foto © Reuters

    Die von US-Soldaten hermetisch abgeriegelte "grüne Zone" gilt als der relativ sicherste Bereich in der vom täglichen Terror erschütterten irakischen Hauptstadt Bagdad. Aber nicht einmal gibt es keine Sicherheit mehr. Gestern sprengte sich ein Attentäter in der Cafeteria des Parlaments in die Luft. Mindestens drei Abgeordnete starben, etwa 20 wurden schwer verletzt. Der Anschlag auf das Herz des neuen demokratischen Irak bedeutet einen schweren Rückschlag für die seit zwei Monaten andauernden amerikanischen Bemühungen zur Wiederherstellung von Sicherheit und Ordnung in der irakischen Hauptstadt.

    "Grüne Zone". Die auch als "Little America" bezeichente "grüne Zone" war über 30 Jahre lang das Machtzentrum von Saddam Hussein. Nach seinem Sturz besetzten US-Truppen die Luxusvillen und Paläste auf dem sechs Quadratkilometer grossen Gelände, um das später eine 12 Kilometer lange und acht Meter Hohe Betonmauer mit zahlreichen Wachtürmen gebaut wurde. Wer die "grüne Zone", in der sich neben dem Parlament auch der Sitz des Premierminister, die US-Botschaft sowie zahlreiche Ministerien befinden, betreten will, benötigt einen Sicherheitspass. Dieser wird erst nach eingehender Kontrolle durch amerikanische und irakische Behörden ausgestellt. Bis man das irakische Parlament erreicht hat, sind vier Checkpoints zu passieren. Vor den Eingängen zu dem Gebäudekomplex schnüffeln Sprengstoffhunde alle Besucher ab.

    Alle Sperren passiert. Auch gestern sollen die von Muslimen als "unrein" eingestuften Hunde zum Einsatz gekommen sein. Dennoch konnte der Attentäter die Sperren offenbar ungehindert passieren und sich in der Mittagszeit, wenn die Parlamentscafeteria bestens besucht ist, in die Luft sprengen. Durch die Wucht der Explosion stürzten Teil der Deckenkonstruktion ein. In weiten Teilen der "grünen Zone" brach der Telefon - und Handynetz zusammen. US-Helikopter rasten im Tiefflug über das Hochsicherheitsareal, um weitere Attentäter zu finden.

    Machtlosigkeit. Zur Wiederherstellung von Sicherheit und Ordnung hatte die Amerikaner Anfang des Jahres über 10.000 zusätzliche Truppen nach Bagdad verlegt. Der gestrige Anschlag zeigt, dass Terroristen und Widerstandskämpfer in der Lage sind, praktisch zu jeder Zeit und an jedem Ort zuzuschlagen. Wie ungehindert sich Terroristen in Bagdad bewegen können, zeigt auch der gestrige Selbstmordanschlag auf die Serafija-Brücke von Bagdad. Auch dort hatte der Anschlag Symbolwert, weil die Brücke ein - für irakische Verhältnisse - friedliches sunnitisches Viertel mit einem "ruhigen" schiitischen Viertel verbunden hatte. Durch die Gewalt der Explosion waren Teilen der Brücke eingebrochen. Zwölf Menschen stürzten mit ihren Autos in den Tigris und ertranken.

    MICHAEL WRASE

    Foto

    Foto © AP

    Einsatz im IrakFoto © AP

    Fakten

    Die irakische Führung hatte bereits nach wenigen Tagen ihre von US-Truppen unterstützte Sicherheitsoffensive in Bagdad als Erfolg bezeichnet. Razzien hätten zu einem Rückgang von "Verbrechen und Terrorangriffen" um 80 Prozent geführt, behauptete die Regierung.

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