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    Zuletzt aktualisiert: 14.02.2013 um 10:49 UhrKommentare

    "Schönborns Papst-Wahl wäre für Kirche von Vorteil"

    Seit der Rücktrittserklärung von Benedikt XVI. wird der Wiener Erzbischof Kardinal Schönborn als Favorit für die Papst-Nachfolge gehandelt - dafür soll es gute Gründe geben. Dass er aus Österreich stammt, könnte allerdings ein Nachteil sein.

    Foto © APA

    Dass Christoph Schönborn als ehemaliger Schüler Joseph Ratzingers gute Chancen hat, Nachfolger seines Lehrers zu werden, davon ist der Vatikan-Korrespondent des britischen katholischen Wochenmagazins "The Tablet", Robert Mickens, fest überzeugt. Im Gespräch mit der APA erklärte der Vatikan-Insider, warum die Wahl Schönborns zum neuen Pontifex nicht nur möglich, sondern für die Kirche auch wünschenswert wäre.

    "Ernsthaft, glaubwürdig"

    "Schönborn ist ein Kardinal, der auf ernsthafte und glaubwürdige Weise mit Krisen in seiner Diözese umzugehen weiß. Er versucht, die schwierige Lage der Kirche in Österreich zu entschärfen, ohne sie zu ignorieren. Der neue Papst wird mit mehreren Problemen innerhalb der Kirche konfrontiert werden. Daher wäre es von Vorteil für die Weltkirche, einen Papst zu haben, der schon Erfahrung im Umgang mit Krisen hat", betonte Mickens.

    Der Amerikaner ist der Ansicht, dass Schönborn im Umgang mit den Protesten der "Pfarrer-Initiative" Offenheit bewiesen hat. "Er hat dabei nach Lösungen gesucht, die zwar der Kirchendoktrin entsprechen, aber nicht unbedingt dogmatisch sind. Er hat versucht, neue Wege einzuschlagen. Nicht jeder ist der Ansicht, dass dies richtig ist, doch Schönborn hat zumindest etwas Neues gewagt. In dieser Hinsicht betrachte ich ihn als einen der offensten Kirchenmänner", erklärte der US-Amerikaner.

    "Meiner Ansicht nach ist es wichtig, dass die Kirche die Positionen der Priester berücksichtigt. Wenn sie gegen die zunehmende Säkularisierung eine neue Evangelisierung starten will, muss die Kirche ein offenes Ohr für die Priester haben. In Europa gibt es viele Geistliche, die über ihr Unbehagen in der Kirche nicht sprechen, weil sie nicht ausgegrenzt und bestraft werden wollen. Die Forderungen nach einer tief greifenden Erneuerung sind jedoch vorhanden", so der Vatikan-Korrespondent.

    Falsches Land

    Schönborns gute Beziehungen zu Benedikt XVI. könnten ihm die Unterstützung jener Kardinäle sichern, die einen Papst im Zeichen der Kontinuität mit der Linie Ratzingers wählen wollen. "Dass Schönborn ein Österreicher ist, könnte jedoch ein Handicap sein. Viele Kardinale im Konklave könnten sich dagegen wehren, dass zwei Päpste in Folge aus dem deutschsprachigen Raum stammen", meinte Mickens.

    Schönborns Alter sei für einen Papst geeignet. "Allerdings muss man sagen, dass nach Benedikts Rücktritt das Thema des Alters für einen Papst eine andere Bedeutung hat. Von jetzt an wird ein Pontifex nicht mehr bis zum Tod im Einsatz bleiben müssen. Die Frage seines Alters ist somit relativiert worden", betonte der Journalist.


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