Verhandlungen über Deklaration abgeschlossen
Nach tagelangem Ringen um die geplante Abschlussdeklaration für den UN-Gipfel "Rio+20" hat Konferenz Gastgeber Brasilien die Verhandlungen für abgeschlossen erklärt.
Außenminister Antonio Patriota dankte nach einer nächtlichen Marathon-Sitzung am Dienstag in Rio de Janeiro den Delegationen für ihren Beitrag. Man habe sich bemüht, ein Maximum der Anliegen der Verhandlungsteilnehmer in den Text zu integrieren. Details sollen im Laufe des Tages vorgestellt werden.
Die Europäische Union hatte bis zuletzt eine Verlängerung der Gespräche gefordert. "Wir sind nicht glücklich mit dem Text", hieß es noch kurz vor Abschluss der Verhandlungen aus Delegationskreisen der EU. Details über die zuletzt 56 Seiten starke Erklärung mit dem Titel "Die Zukunft, die wir wollen" wurden zunächst nicht mitgeteilt.
Strittig war bis zuletzt die Passage über die von der EU vehement geforderte Aufwertung des UN-Umweltprogramms UNEP zur vollwertigen UN-Agentur. Auch bei den Themen Finanzen und Technologietransfer gibt es Unstimmigkeiten. Außerdem ist unklar, ob die Deklaration klar Stellung bezieht zum langfristigen Auslaufen der Milliarden-Subventionen für fossile Brennstoffe. Zu dem am Mittwoch beginnenden Gipfel zur nachhaltigen Entwicklung werden über 100 Staats- und Regierungschefs erwartet.














