EU will CO2-Preise in die Höhe treiben
Der Preis für Zertifikate ist inzwischen unter sieben Euro gefallen, so dass sich das Vermeiden des schädlichen Klimagases wirtschaftlich nicht mehr lohnt. Höhere Preise belasten die Industrie finanziell - und sie daher stark umstritten.

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Die EU will den niedrigen Preis für CO2-Ausstoßrechte ab dem kommenden Jahr durch Verknappung nach oben treiben. Der Entwurf eines Vorschlages von EU-Klimaschutzkommissarin Connie Hedegaard sehe eine Spanne von 400 Millionen bis 1,2 Milliarden Zertifikate vor, die in den Jahren 2013 bis 2015 vom Markt zurückgehalten werden sollen.
In den darauffolgenden drei Jahren würden sie wieder in den Handel kommen, erklärten mit dem Plan Vertraute am Donnerstag in Brüssel. Der Handel mit den Verschmutzungsrechten ist ein zentrales Instrument der EU-Klimaschutzpolitik. Die Pflicht für Unternehmen, ihren Ausstoß an Kohlendioxid über Verschmutzungsrechte abzudecken, soll den Firmen einen Anreiz zu Investitionen in den Klimaschutz geben.
Der Preis für Zertifikate ist inzwischen unter sieben Euro gefallen, so dass sich das Vermeiden des schädlichen Klimagases wirtschaftlich nicht mehr lohnt. Doch da höhere Preise die Industrie finanziell belasten, ist die Verknappung in der EU-Kommission und unter den Mitgliedstaaten stark umstritten. Für Deutschland sind die Einnahmen aus dem Zertifikatehandel wichtig, weil der Staat damit umweltfreundliche Energiearten fördert.
Der in der EU 2005 eingeführte Emissionshandel verpflichtet rund 11.000 Industrie- und Energieunternehmen in Europa, für einen Teil ihrer CO2-Emissionen Verschmutzungsrechte zu kaufen. Zur Verabschiedung des Gesetzes zum Emissionshandel rechnete die EU mit einem Preis von 30 Euro je Ausstoßrecht.















