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    Zuletzt aktualisiert: 23.09.2010 um 15:28 UhrKommentare

    Startschuss für die Vienna Fashion Week

    Nach New York, Paris und Mailand stehen jetzt auch in Österreichs Hauptstadt die Zeichen auf Mode. Den kunterbunten Auftakt zur Vienna Fashion Week 2010 machte am Mittwochabend die spanische Designerin Agatha Ruiz de la Prada.

    Foto © APA

    Mailand, Paris, New York und nun auch Wien: Die Hauptstadt geht modisch mit ihrer MQ Vienna Fashion Week von 22. bis zum 26. September in die zweite Runde und will das Publikum vor allem mit heimischen Kreationen begeistern. Die erste Show am Mittwochabend stand ganz im Zeichen der farbenfrohen Kollektion der spanischen Designerin Agatha Ruiz de la Prada.

    "Farbe ist Emotion"

    "Farbe ist Emotion", betonte die Designerin vor ihrem Auftritt im APA-Gespräch. Obwohl Wien eine der schönsten Städte der Welt sei, verstehe sie nicht, weshalb "Mode hier nicht wichtiger ist". Kunterbunt, mit vielen Herzen und extravagantem Kopfschmuck eröffnete Agatha Ruiz de la Prada den Reigen der Laufstegschauen am Mittwochabend. Die oftmals sehr knappen Outfits aus der Streetwear-Kollektion und Stücken aus ihrem Couture-Studio würden den Alltagstest in Wien allerdings kaum bestehen.

    Fotoserie: Vienna Fashion Week 2010

    "Zwei oder drei Jeans waren sehr nett, aber in den Kleidern würden mich die Leute auf der Straße wohl eher komisch anschauen", sagte die ehemalige Miss Austria Tanja Duhovich. Die Mode der Spanierin könnte aber auch als Aufforderung gesehen werden. "Vielleicht sollten wir Wiener uns einfach mehr trauen", meinte Duhovich. Modelkollegin Anna Huber stimmte zu und fand die Show ebenfalls "überwältigend bunt". In Berlin wären die extravaganten Kreationen großartig, aber die Österreicher hätten "eher einen eleganten und coolen Style", so Huber.

    So zeigte sich auch Johanna Rachinger, Direktorin der Österreichischen Nationalbibliothek, im schlichten Hosenanzug auf dem Mode-Event. "Ich bin direkt nach der Arbeit gekommen", erklärte Rachinger, die selbst eher konventionelle und traditionelle Kleidung bevorzugt. "Mir fehlt der Mut für diese Form der Mode, aber ich finde es schön, sie an anderen Personen zu sehen", so Rachinger.

    Der MQ Vienna Fashion Week 10 geht es besonders darum, für die "Zukunft etwas aufzubauen", so Elvyra Geyer, vom "creative headz" Veranstaltungsteam. Im vergangenen Jahr seien die Shows mit insgesamt etwa 8.000 Besuchern gut von der Bevölkerung angenommen worden. Einige Änderungen des Konzepts sollen heuer wieder viele Modeinteressierte in die Zelte vor dem Museumsquartier locken. "Wir haben ein doppelt so großes Fashionzelt, dafür einen kleineren Verkaufsbereich. Aber ob es gut ankommt, liegt natürlich auch an den Designerkollektionen", sagte Geyer.

    "Wien braucht den Vergleich mit London und New York nicht zu scheuen", zeigte sich Stadträtin Sandra Frauenberger (S) selbstbewusst. Die Hauptstadt würde viele Jungdesigner hervorbringen und Wien zu einem Hotspot in Europa machen.

    Am Eröffnungstag folgten ebenfalls die Shows von Thang de Hoo, Michel Mayer und den Gebrüdern Stitch. "Bei Thang de Hoo kann ich mich gleich nach einem Kleid für den nächsten Opernball umsehen", erklärte die Musikerin Missy May modebewusst.

    In den folgenden Tagen können unter anderem noch die Kollektionen von Göttin des Glücks (23.9., 16.00 Uhr), Callisti (23.9., 19.00 Uhr), Marcel Ostertag (25.9., 20.00 Uhr) oder Lena Hoschek (25.9., 22.00 Uhr) bewundert werden. Die Orderkollektionen für die kommende Sommersaison zeigen die Designer im Showroom im freiraum quartier21 international des MQ.


    Fakten

    MQ Vienna Fashion Week, 22.-26.9.2010, Museumsquartier Wien/modequartier21, Museumsplatz 1, 1070 Wien

    VVK-Tickets: MQ Point (Haupteingang MQ): täglich 10.00-19.00, 23. bis 25. September 10.00-22.00 Uhr

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