Prinz Philip: keiner "diente" als Prinzgemahl länger als er
Am Samstag feiert Prinz Philip ein stilles Jubiläum. Er ist der am längsten amtierende Prinzgemahl der englischen Geschichte. Die Queen liebt ihn, obwohl der mittlerweile 88jährige bekannt ist für seine "Fettnäpfchen".

Foto © APASeit mehr als 57 Jahren an der Seite der Queen: Prinz Philip.
Diesmal geht ein Jubiläum im Hause Windsor ohne Prachtentfaltung und Fanfaren über die Bühne, denn der Jubilar will kein Aufsehen: Mit Samstag ist Prinz Philip, der Herzog von Edinburgh, der am längsten amtierende Prinzgemahl in der englischen Geschichte. Den Rekord von 57 Jahren und 70 Tagen hielt bisher Queen Charlotte, die 1818, zwei Jahre vor dem Tod ihres Gatten George III., verstarb.
1952. Die Pflichten als königlicher Gemahl begannen für Philip am 6. Februar 1952 auf einer Reise in Kenia. Er musste seiner jungen Gattin die Nachricht vom Tode von König Georg VI. überbringen, und ihr offiziell mitteilen, dass sie, Prinzessin Elizabeth, ihrem Vater auf den Thron folgen werde.
Diamantene Hochzeit. Der älteste Angetraute einer Monarchin ist Philip allemal. Vor zwei Jahren feierte das königliche Paar die diamantene Hochzeit. Die Ehe ist ein persönlicher und öffentlicher Triumph: 1997, beim Goldenen Jubiläum, leistete die Königin einen viel sagenden Tribut an ihre Ehegespons: "Er ist einfach meine Stärke und Stütze in all diesen Jahren gewesen, und ich stehe tief in seiner Schuld."
Kritische Zeiten. Rein äußerlich geht der Prinz stets zwei Schritte hinter der Monarchin, aber seine unverbrüchliche Unterstützung hat Elizabeth geholfen, kritische Zeiten zu überstehen: etwa den Zusammenbruch der Ehen von dreien ihrer Kinder und den Tod von Prinzessin Diana.
Fettnäpfchen. Prinz Philip, der im Juni das Alter von 88 Jahren erreichen wird, ist gesundheitlich auf der Höhe. Die Weisheit des Alters sagt man ihm allerdings eher nicht nach. Seiner Entgleisungen sind legendär. Die Chinesen vergraulte er, als er 1986 in Peking einem britischen Studenten riet: "Wenn Sie noch länger hier bleiben, werden Sie Schlitzaugen bekommen." Mit den Ungaren verdarb er es sich 1993 durch eine Bemerkung zu einem englischen Studenten in Budapest: "Sie können noch nicht lange hier sein, denn Sie haben noch keinen Schmerbauch." Und 2002 erkundigte er sich bei australischen Aboriginals: "Bewerft ihr einander immer noch mit Speeren?"

















