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    Zuletzt aktualisiert: 15.01.2013 um 13:45 UhrKommentare

    Der Opernball 2013 soll noch "hipper" werden

    Das Staatsopernhaus und die heurigen Debütanten fiebern dem Opernball entgegen. Der Eröffnungstanz des Komitees wird heuer von der Kärntner Tanzschule Iris Huber choreografiert. Das Fest soll auch optisch noch moderner werden.

    Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh (2.v.r.) und Debütantinnen bei der Pressekonferenz zum Opernball

    Foto © APAOrganisatorin Desiree Treichl-Stürgkh (2.v.r.) und Debütantinnen bei der Pressekonferenz zum Opernball

    Staatsoperndirektor Dominique Meyer rückt beim Opernball 2013 sein Haus noch stärker in den Mittelpunkt des Geschehens. Anstatt fremde Starsänger für die Eröffnung zu verpflichten, werden heuer die beiden Publikumslieblinge Valentina Nafornita und Adam Plachetka aus dem Ensemble der Staatsoper auftreten. "Wir haben eine großartige Truppe", meinte Meyer bei der traditionellen Pressekonferenz am Dienstag im Sangeshaus. Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh ist ihrem Plan, das Fest langsam hipper zu machen, 2013 treu geblieben.

    Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Ioan Holender, den eine glühende Hass-Liebe mit dem Opernball verband, steht Meyer dem Spektakel nur positiv gegenüber. "Der Opernball ist eine wunderbare Veranstaltung. Als ich nach Wien kam, hatte ich keine Ahnung und wusste nicht, wie begeistert man in diesem Land für Bälle ist. Wir müssen stolz sein auf dieses großartige Fest. Es ist eine wunderbare Werbung für die Staatsoper und für Österreich", unterstrich der Direktor. Dementsprechend versteht sich an dem Abend das gesamte Haus als Gastgeber.

    "Die Zukunft des Balletts" wird präsentiert

    Die Oper will den Ball auch dazu nutzen, sich einem Millionenpublikum zu präsentieren. Neben den Sängern wird vor allem das Ballettensemble im Mittelpunkt der Eröffnung stehen. "Ballett wird immer wichtiger", meinte Meyer. Mit dem Auftritt der Eleven wird zudem der Nachwuchs des Hauses vorgestellt. Dabei werden keine "süßen und putzigen Kinder" zu sehen sein, sondern die "Zukunft des Balletts", betonte der Direktor. Das Orchester wird von Generalmusikdirektor Franz Welser-Möst dirigiert.

    Choreografie von Kärntner Tanzschule

    Doch nicht nur Profis, sondern auch Debütanten werden am Ball der Bälle ihren großen Auftritt haben. Der Eröffnungstanz des Komitees wird heuer von der Kärntner Tanzschule Iris Huber choreografiert. "Es ist die schnellste und lebendigste Choreografie, die ich jemals gesehen habe", sagte Treichl-Stürgkh. Einzug und Walzer werden erneut von dem Tanzlehrer Roman Svabek ausgerichtet. Svabek wird auch die Publikumsquadrillen moderieren, von denen es heuer gleich drei geben wird: um 0.00, um 2.00 und um 4.00 Uhr.

    Die behutsame Umgestaltung des Balles zu einem auch optisch moderneren Fest wird 2013 fortgesetzt. So hat "Haus und Hof"-Architekt Michael Manzenreiter eine neue Bar im Bereich der ehemaligen Parkettgarderobe designt, die von Scherenschnitten aus Mozart-Opern geziert wird. Der Rahmen ist mit Kristallsteinen von Swarovski dekoriert. Der Gastronomiebereich auf der Seitenbühne wurde dem eleganten Farbkonzept der Wiener Staatsoper entsprechend neu gestaltet. Geschmückt wird das Sangeshaus 2013 mit Nelken. Auch das Personal wurde teilweise neu gestylt: Die Wartedamen - sprich Klofrauen - bekamen neue Uniformen.

    Die Besucher des Balles nehmen neben unvergesslichen Eindrücken auch wieder jede Menge Geschenke mit nach Hause. Damen erhalten etwa einen Gutschein von Triumph - das Modehaus wird in seiner Loge das deutsche Model Franziska Knuppe zu Gast haben, deren Kleid nach dem Ball auf eBay für einen guten Zweck versteigert wird - sowie Seidenfächer und Bonbons im Seidenbeutel von Ferrero Rocher, ein Kartenetui von Swarovski und eine Tragetasche von Art for Art. Herren stauben einen Foto-Bildband über die Zauberwelt der Kostüme ab.

    Der Opernball wird heuer wieder vom ORF ausgestrahlt. "Wir haben unseren Vertrag bis 2017 verlängert. Die Übertragung des Balls ist uns sehr wichtig, weil wir damit ein Millionenpublikum allein in Österreich erreichen und auch im Ausland viel darüber berichtet wird. Es ist uns dabei natürlich wichtig, dass wir die schönsten Bilder aus der Oper zeigen", sagte Meyer.


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