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Zuletzt aktualisiert: 11.02.2012 um 05:10 UhrKommentare

Kärntner Tänzer "retten" Opernball

In Wien beherrschen zu wenig Männer den Linkswalzer. So dürfen zwei Kärntner, die beiden Villacher Thomas Grübler und Julian Hampel, zum zweiten Mal zum Opernball. Kärnten stellt auch Debütantenpaar.

Iris Huber, Thomas Grübler, Sophia Telesko, Antonino Palermo, Gertrude Huber, Julian Hampel (von links)

Foto © KLZ/WeichselbraunIris Huber, Thomas Grübler, Sophia Telesko, Antonino Palermo, Gertrude Huber, Julian Hampel (von links)

Kärnten leistet in Wien Entwicklungshilfe. In der Bundeshauptstadt gibt es zu wenig Männer, die das Tanzbein richtig schwingen können. Gewöhnlich kann man nur einmal im berühmtesten Ballsaal der Welt auftreten. Die beiden Villacher Thomas Grübler (20) und Julian Hampel (19) dürfen zum zweiten Mal zur Musik des Donauwalzers den diesjährigen Wiener Opernball am kommenden Donnerstag eröffnen, um den Frauenüberschuss auf dem Parkett auszugleichen.

Sprungbrett auf das Tanzparkett der Wiener Staatsoper ist die Tanzschule Huber in Villach. Zum Tanzkurs meldeten sie sich, um "Mädels kennenzulernen" (Hampel) oder um bei "Kirchtagen nicht wie ein Klotz dazustehen" (Grübler). Thomas Grübler, Zivildiener bei der Feuerwehr, und Julian Hampel, Grundwehrdiener bei den Spittaler Gebirgsjägern, haben mittlerweile mit Bravour die höchste Stufe "Gold Star" und das Traumziel, beim Opernball dabei zu sein, erreicht. "Das ist der Ball der Träume, dann will man auf keinen anderen mehr gehen", so Hampel.

Mit Argusaugen wird Alexander Telesko, als Apotheker vom Villacher Fasching in Erinnerung, den ersten Opernballauftritt seiner Tochter Sophia (20), Studentin der Pharmazie in Wien, beobachten. Ihm war dieser Auftritt durch die Erkrankung der Tanzpartnerin verwehrt worden. Für Sophie Telesko ist Tanz ihr Leben. Mit drei Jahren war sie in der Ballettschule. In der Tanzschule Huber erlernte sie die Choreografie für die Polonaise des Schulballes 2010 am BG/BRG St. Martin in Villach. Als Mitglied der Bauerngman muss sie auch tanzen können, die Kurse gaben den entscheidenden Schliff. An ihrer Seite wird in Wien Antonino Palermo (19), Sohn von Susanne und Filippo Palermo, sein. "Es muss unglaublich sein, das Flair des Balles mit Weltruhm zu erleben", sagt der BWL-Student in Wien.

Die Tanzschule Huber rekrutiert fast jedes Jahr Jungdamen und -herren für den Ball. Das Erfolgsrezept besteht "in der langjährigen Erfahrung und der professionellen Leistung", so Iris Huber. Dabei muss der Linkswalzer beherrscht werden. "Vor dem Auftritt werden die Paare noch optimal und individuell betreut."

PETER FANTUR

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