Keszler will Richard Lugner nicht mehr am Life Ball sehen
Life Ball-Organisator Gery Keslzer will Richard Lugner nach dessen Aussagen über Aids und Homosexualität nicht mehr auf seinem Fest sehen. Stein des Anstoßes war ein Interview des Baumeisters in der ORF-Sendung "Chili".

Foto © APALugner ist am Life-Ball nicht erwünscht
"Im Sinne der Sache bitten wir Sie, den Life Ball künftig nicht mehr zu besuchen. Ihre Anwesenheit bei einer Aids-Charity wäre ein Affront gegenüber all jenen, die sich schon seit Jahrzehnten im Kampf gegen HIV/Aids und Stigmatisierung engagieren, sich für Prävention und Aufklärung einsetzen und für mehr Toleranz gegenüber Betroffenen stark machen", so der Organisator in einem offenem Brief.
Stein des Anstoßes war ein Interview des Baumeisters in der ORF-Sendung "Chili", in dem er gesagt hat: "Veganer wird aus mir nicht, auch kein Homosexueller. Das sind so gewisse Dinge, wo ich sage: 'Das überlasse ich anderen diese Späße. Ich habe jetzt unlängst ein Buch gelesen, also ein Kapitel über Homosexualität, und da habe ich gelesen, wie gefährlich das ist und was da alles für Gefahren schlummern. Deswegen wird man eben Aids krank.'"
Keszler brachte daraufhin in dem offenen Brief "persönlich und im Namen von 'Aids Life' mein Unverständnis, offen gesprochen, mein schieres Entsetzen zum Ausdruck". "In Ihrem Sinne kann diese Aussage nur als Zeichen schleichender Demenz interpretiert werden, denn als wiederholter Besucher des Life Ball und Medienkonsument sollten Sie mit den tatsächlichen Fakten der Aids-Problematik besser vertraut sein", so der Life Ball-Organisator.
Lugner wenig beeindruckt
Lugner zeigte sich wenig beeindruckt vom Ball-Verbot. "Ich war die letzten Jahre auch nicht, da hat es immer geregnet", so der Baumeister. Die Demenz wollte er aber nicht auf sich sitzen lassen - Keszler sollte besser vor seiner eigenen Türe kehren.











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