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Zuletzt aktualisiert: 09.03.2007 um 17:12 Uhr

Dreifach-Premiere

Die Feier nach der Premiere von "Jedem das Seine" war für Lulturministerin Schmied ein Genuss.

Silke Hassler, Kulturministerin Claudia Schmied, Peter Turrini und Roland Neuwirth

Foto © www.blitzlicht.atSilke Hassler, Kulturministerin Claudia Schmied, Peter Turrini und Roland Neuwirth

"Für mich ist das eine dreifache Premiere!" Kurzum brachte Kulturministerin Claudia Schmied ihren ersten Theaterabend im Klagenfurter Stadttheater auf den Punkt. "Die Zweite ist, dass es eine Uraufführung ist, und die Dritte, dass es eine Volksoperette des Duos Silke Hassler und Peter Turrini ist", erklärte die Ministerin, die sich ganz beseelt fühlte. Das lag auch daran, dass Stadttheaterintendant Dietmar Pflegerl mit seinen Begrüßungsworten der After-Volksoperetten-Party eine besondere Atmosphäre verlieh: "Es ist ein Geschenk, das Silke Hassler, Peter Turrini, Roland Neuwirth und das Ensemble an das Haus gemacht haben."

"Jedem das Seine". Und dieses Geschenk mit dem Titel "Jedem das Seine", löste bei den premierenerprobten Gästen unterschiedliche Gefühlszustände aus. "Ich habe das Stück genossen. Für mich gehört zum Genießen Freude und Trauer", beschrieb in ihrer zurückhaltenden Art Sängerin Bernarda Fink, die gerade von einem Konzert in Paris mit Sir Simon Rattle kam. Ihr Ehemann, Valentin Inzko, österreichischer Botschafter in Slowenien, gestand: "Ich hatte die ganze Zeit feuchte Augen."

Bewegte Gefühle. Soviel bewegte Gefühle nach außen gekehrt, überraschten selbst Autorin Silke Hassler: "Wenn ich überlege, dass ich kurz vor der Premiere schlichtweg Angst hatte, ob alles so aufgeht, wie wir uns das gedacht haben."

Kompositionsarbeiten. Es ging auf. Die ungewöhnliche Arbeitsweise zwischen dem Autorenduo Hassler/Turrini parallel zu den Kompositionsarbeiten von Roland Neuwirth. "Zwei Jahre lang eine "Dreiecksbeziehung". Ich spüre schon jetzt den Phantomschmerz, wenn Roland weg ist", witzelte Hassler.

Tosender Applaus. Und es ging auch beim Publikum auf. Das bewies nicht nur der tosende Applaus, sondern auch die intensiven Gespräche danach. "Obwohl ich das Stück als Verlegerin kenne. Es jetzt mit der Musik zu erleben, ist etwas ganz besonderes", freute sich Maria Teuchmann vom Thomas Sessler Verlag.

Etwas Intelligentes. "Es ist auch deswegen besonders und wichtig, weil die jungen Leute wissen sollen, was in der Welt geschehen ist", mahnte Schauspieler Karl Merkatz. "Ich habe zu diesem Thema noch nie so etwas Intelligentes gesehen, das sich keiner Klischees bedient. Ich bin sehr beeindruckt", resümierte Andrew Braunsberg von der jüdischen Kultusgemeinde Wien. "Meine Gefühle sind in diesem Stück Achterbahn gefahren. Großartig! Hier hat Wien eine Chance verpasst", kommentierte Schauspielerin Maria Happel augenzwinkernd.

Trio. "Jedem das Seine" und allen das Trio "Turrini-Hassler-Neuwirth".


Jedem das Seine

 
Die Premierenfeier

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