Dreifach-Premiere
Die Feier nach der Premiere von "Jedem das Seine" war für Lulturministerin Schmied ein Genuss.

Foto © www.blitzlicht.atSilke Hassler, Kulturministerin Claudia Schmied, Peter Turrini und Roland Neuwirth
"Für mich ist das eine dreifache
Premiere!" Kurzum brachte Kulturministerin
Claudia Schmied
ihren ersten Theaterabend im
Klagenfurter Stadttheater auf
den Punkt. "Die Zweite ist, dass
es eine Uraufführung ist, und die
Dritte, dass es eine Volksoperette
des Duos Silke Hassler und Peter
Turrini ist", erklärte die Ministerin,
die sich ganz beseelt fühlte.
Das lag auch daran, dass Stadttheaterintendant
Dietmar Pflegerl
mit seinen Begrüßungsworten
der After-Volksoperetten-Party eine besondere Atmosphäre
verlieh: "Es ist ein Geschenk,
das Silke Hassler, Peter Turrini,
Roland Neuwirth und das Ensemble
an das Haus gemacht haben."
"Jedem das Seine". Und dieses Geschenk mit dem
Titel "Jedem das Seine", löste bei
den premierenerprobten Gästen
unterschiedliche Gefühlszustände
aus. "Ich habe das Stück genossen.
Für mich gehört zum Genießen
Freude und Trauer", beschrieb
in ihrer zurückhaltenden
Art Sängerin Bernarda Fink, die
gerade von einem Konzert in Paris
mit Sir Simon Rattle kam. Ihr
Ehemann, Valentin Inzko, österreichischer
Botschafter in Slowenien,
gestand: "Ich hatte die ganze
Zeit feuchte Augen."
Bewegte Gefühle. Soviel bewegte Gefühle nach
außen gekehrt, überraschten
selbst Autorin Silke Hassler:
"Wenn ich überlege, dass ich kurz
vor der Premiere schlichtweg
Angst hatte, ob alles so aufgeht,
wie wir uns das gedacht haben."
Kompositionsarbeiten. Es ging auf. Die ungewöhnliche
Arbeitsweise zwischen dem Autorenduo
Hassler/Turrini parallel
zu den Kompositionsarbeiten
von Roland Neuwirth. "Zwei Jahre
lang eine "Dreiecksbeziehung".
Ich spüre schon jetzt den
Phantomschmerz, wenn Roland
weg ist", witzelte Hassler.
Tosender Applaus. Und es ging auch beim Publikum
auf. Das bewies nicht nur
der tosende Applaus, sondern
auch die intensiven Gespräche
danach. "Obwohl ich das Stück
als Verlegerin
kenne. Es jetzt
mit der Musik
zu erleben,
ist etwas
ganz besonderes",
freute
sich Maria
Teuchmann
vom Thomas
Sessler Verlag.
Etwas Intelligentes. "Es ist
auch deswegen
besonders
und wichtig, weil die
jungen Leute wissen sollen, was
in der Welt geschehen ist", mahnte
Schauspieler Karl Merkatz.
"Ich habe zu diesem Thema noch nie so etwas Intelligentes gesehen,
das sich keiner Klischees bedient.
Ich bin sehr beeindruckt",
resümierte Andrew Braunsberg
von der jüdischen Kultusgemeinde
Wien. "Meine Gefühle sind in
diesem Stück Achterbahn gefahren.
Großartig! Hier hat Wien
eine Chance verpasst", kommentierte
Schauspielerin Maria Happel
augenzwinkernd.
Trio. "Jedem das Seine" und allen
das Trio "Turrini-Hassler-Neuwirth".












