Sein Klagenfurter Glück
Opernball-Hausherr Ioan Holender ist heute der wichtigste Gastgeber Europas. Früher lebte er einmal in Klagenfurt.

Foto © ReutersIoan Holender
Als der gebürtige Rumäne Ioan Holender 13 war, wurden seine Eltern von Kommunisten enteignet. Als er mit 21 für Freiheit demonstrierte, flog er von der Uni. Er jobbte als Tennistrainer und kam 1959 nach Wien. Er wurde Sänger, Opernagent und 1992 Staatsoperndirektor. Und was sagt er heute? "Der Tag, an dem ich mein erstes festes Engagement in Klagenfurt hatte, war der glücklichste in meinem Leben." Dabei schmunzelt er, denn er weiß, was Journalisten aus Kärnten gerne hören.
12 Rollen sang der "Erste Bariton am Klagenfurter Stadttheater" von 1964 bis 1966. An dessen Direktor Otto Hans Böhm und Musikchef Günter Lehmann erinnert er sich ebenso wie an den damaligen Kleine-Kulturchef Anton Leiler und die "wunderbare Schauspielerin" Herta Fauland.
Schön war's damals: "Ich lebte in einer Zweizimmer-Wohnung und ging sonntags zur Austria Klagenfurt." Als Ensemble-Mitglied "war man bekannt in Klagenfurt". Und man wurde leicht bekannt, zum Beispiel mit "Schülerinnen der letzten Klassen des Mädchengymnasiums". Kurz: "Das Leben war wunderbar!" Mit einer Einschränkung: "Uns Künstlern war das Schilaufen wegen Unfallgefahr verboten." Holender hielt sich daran: "Ich wollte nicht vertragsbrüchig sein."
Faible für Klagenfurt. Noch heute hat er ein Faible für Klagenfurt: "Erst vor kurzem habe ich auf dem Weg nach Venedig eine Vorstellung angesehen." Er hat schon junge Leute, die ihm auffielen, nach Wien geholt. Vielleicht wird einer von denen ja in 40 Jahren auch Staatsoperndirektor.











