Schlag den Assinger - beim längsten Schirennen der Welt
"Schlag den Ass"-inger: Knapp 600 Hobby-Schiläufer und zahlreiche Promis ließen sich das nicht zweimal sagen und gingen am Samstag auf dem Nassfeld an den Start. 25,6 Kilometer galt es, auf den Brettln zu bewältigen

Foto © Daniel RaunigArmin und Bettina Assinger
"Hauptsache, ich lieg vor dem Hillinger – das ist ganz wichtig!", spaßte Ex-Schirennfahrer Hans Enn noch ein bisschen außer Atem im Ziel. Auch wenn der Weinpapst Leo Hillinger mächtig Gewicht auf die Schier brachte, das Leichtgewicht Enn hatte locker 45 Plätze Vorsprung bei dem längsten Schirennen der Welt am Nassfeld.
Die Abfahrt "Schlag den Ass"-inger, eingetragen im Guinessbuch der Rekorde, entwickelt sich bereits in zweiten Jahr zu einer Megagaudi mit sportlichen Akzent. Die Idee von Millionshow-Moderator und Ex-Schirennläufer Armin Assinger kommt bei den Schifahrern und Zuschauern ganz groß an. Die Premiere im vergangenen Jahr zählte 300 Schifahrer, heuer gingen knapp 600 Brettlfans an den Start.
25,6 Kilometer inklusive sieben Liftfahrten
"Mein Traum ist es, so eine Art Ironmanfeeling im Schnee zu schaffen", erklärte ein vergnügter "Assi", der mit seinem Bruder Roland gemeinsam ins Ziel fuhr und dabei eine Bestzeit von 51.37,99 für eine Strecke von 25,6 Kilometer inklusive sieben Liftfahrten hinlegte. "Die Überlegung war, dass alle, die gerne Schifahren mitmachen können. Und das Erfolgsrezept ist die Einfachheit. Es gibt eine Herren-, eine Damen- und eine Teamwertung, keine Rennanzüge, Helm ist Pflicht und die Strecken sind abgesperrt", erzählte Assinger weiter. Rund 150 Helfer und Helferinnen sind an der Strecke, damit es in Sachen Sicherheit keine Lücken gibt. "Außerdem hat Armin 170 Tore gesteckt, um eine kontrollierten Lauf zu garantieren", ergänzte Kurt Genser, Tourismuschef am Nassfeld.
Die Teilnehmer, die bei minus 11 Grad an den Start gingen, waren von der Organisation begeistert, die Wangen der meisten glühend rot, als sie im Ziel angekommen waren. "Man kann sich die Strecke vorher anschauen, und es ist für jeden ein Erlebnis, nur auf den Vordermann achten zu müssen", urteilte Leonard Stock, der das Bad in der gut gelaunten Zuschauermenge durchaus genoss.
Profisprecher Stefan Steinacher und DJ Max Engelmayr verstärkten mit flotten Kommentaren und heißer Musik das Rennfeeling. "Ein Weltcup-Rennen, das geht sich hier bei uns nicht aus, aber das längste Skirennen der Welt, ist eine Veranstaltung, die wir in den nächsten Jahren noch ausbauen werden", versprach Initiator Assinger mit dem Siegerpokal in den Händen. Die famose Jagd auf das Ass geht also im nächsten Jahr weiter.












