Kaiser(licher) Schmarrn am Wörthersee
Der etwas andere Wörtherseefilm wird im Kärntnerhof in Pörtschach gedreht.

Foto © WeichselbraunSchauspieler und Produzent Antoine Monot jr., Anna Julia Kapfelsperger und Ilja Richter, genießen den See und die Unterstützung der Nachbarn beim Dreh
Ilja Richter machte seine ersten Erfahrungen als Schauspieler in Kärnten im zarten Alter zwischen 16 und 18 Jahren. "Und die waren heftig. In dieser kurzen Zeit habe ich gut ein Dutzend Filme gedreht", erzählt der wortgewandte Künstler, der damals bei Karl Spiehs unter anderem in "Wenn die tollen Tanten kommen" für Unterhaltung à la Wörtherseefilm sorgte.
Heimatfilm als Satire
Genau dieses Genre hat sich die Zuckerfilm aus Berlin gemeinsam mit der Neuesuper-Produktionsfirma aus München für ihr Kinofilmprojekt "Kaiserschmarrn" hergenommen. Die Komödie packt das Thema Heimatfilm satirisch an und vergisst dabei nicht, die gesamte Filmindustrie auf die Schippe zu nehmen. "Das Witzige ist: Erst war der Ort da und dann das Drehbuch", erklärt Regisseur und Autor Daniel Krauss (Zuckerfilm), der durch seinen Gesellschafter Franz Meiller auf den Wörthersee gestoßen wurde.
Meiller, der seine Brötchen im Familienbetrieb in München verdient, lebt seine künstlerische Ader im Film aus. Seit Generationen ist der Kärntnerhof in Pörtschach im Familienbesitz. "Für mich erfüllt sich ein Kindheitstraum. Ich habe als kleiner Bub zugeschaut, wie bei uns im Hause gedreht wurde." Nur aufgewärmter Kaiserschmarrn aus den 60ern wird der etwas andere Wörtherseefilm nicht.
Dafür sorgt ein witziges Drehbuch, ein engagiertes Filmteam und vor allem die Schauspieler. Neben Richter spielen noch Heinrich Schafmeister, Antoine Monot jr., Hannes Jaenicke, Gerit Kling und Anna Julia Kapfelsperger. Im Übrigen auf eigenes Risiko, denn erst wenn der low budget Film (900.000 Euro) ein Erfolg wird, sehen die Akteure Geld. Doch der Stoff aus Träumen, Täuschungen und Enttäuschungen hat das Zeug zum Kinorenner.











