Nitsch bringt Kunst auf den Tisch
Tischlermeister und Innenarchitekt Gottfried Riepl hat die Ehre: Zum 20-Jahr-Firmenjubiläum setzt Hermann Nitsch mit ihm ein Projekt um.

Foto © APA/ Archivbild
Lebe deine Träume! Gottfried Riepl zeigt es gerade vor. Der Kärntner Tischlermeister wollte zu seinem 20-Jahr- Firmenjubiläum ein Kunstprojekt auf die Beine stellen. Im Mittelpunkt, so die Idee des kreativen Handwerkers, sollte sein Vorzeigeprodukt stehen: ein Tisch, der unter dem Namen "Tischleinstreckdich" verkauft wird, weil dieser sich in wenigen Sekunden mühelos verlängern lässt.
"Erst wollte ich mit einem regionalen Künstler eine Ausstellung gestalten, aber meine Traumvorstellung war Hermann Nitsch, weil er polarisiert. Ich wusste nur nicht, wie ich an ihn rankommen sollte", erzählt Riepl.
Er unterhielt sich mit einem Freund über seine Idee und der erklärte, dass er in Paris eine Frau getroffen habe, die den Kontakt zum Künstler herstellen könne. Riepl: "Dann ging es Schlag auf Schlag. Ich wurde zu Nitsch eingeladen, habe mit ihm und 17 anderen Leuten an einem Tisch gesessen und Wildschweinbraten gegessen. Nitsch fragte mich, ob mich sein alter Hund unterm Tisch noch nicht gebissen habe? Ich sagte nein! Darauf der Künstler: dann mache ich ein Projekt mit ihnen." Die Zusammenarbeit Riepl-Nitsch wird am 9. April im Künstlerhaus in Klagenfurt zu sehen sein.











