Schwelgen in Heimaterinnerungen
Nestlé-Präsident Peter Brabeck-Letmathe wandelte in Villach auf den Spuren seiner Kindheit.
Ossiacherzeile 60, der so genannte "Röntgenblock" war die erste Wohnhausanlage der Baugenossenschaft "Heimat", die nach dem Zweiten Weltkrieg in Villach errichtet wurde. Peter Brabeck-Letmathe, Präsident von Nestlé International, zog mit seiner Familie im zarten Alter von sechs Jahren hier ein. Gestern kehrte der erfolgreiche Villacher hierher zurück: "Damals standen da zwei Autos - ein Topolino und ein VW-Käfer - im Innenhof, der eine wunderbare, weitläufige Park- und Spielanlage für uns Kinder war."
Heizung. Geheizt wurde mit Kohleöfen, es gab bereits ein Bad, die Wohnung war, dem damaligen Zeitgeist entsprechend klein, erinnert er sich. Zehn Jahre verbrachte Brabeck-Letmathe hier in der Wohnanlage, ehe die Familie in eine neue Heimat-Wohnung nach Villach-Lind übersiedelte. Er habe sich hier überaus wohl gefühlt, erzählte der Topmanager. "Diese Tanne hier habe ich am Wollanig selbst ausgegraben und vor dem Wohnhaus eingepflanzt", erinnerte er sich. Heimat-Geschäftsführer Harald Repar und Heimat-Obmann Bürgermeister Helmut Manzenreiter überreichten dem Ehrengast die von Ilse Spielvogel-Bodo verfasste "Heimat"-Chronik zum heurigen 100. Geburtstag der Wohnbaugenossenschaft.
Geplaudert. "Ein bis zwei Mal im Jahr komme ich gern nach Villach, besuche meine Mutter und treffe mich mit lieben Freunden", plauderte Brabeck-Letmathe. "Gestern habe ich mit meinen ehemaligen Klassenkameraden das 46. Maturajubiläum gefeiert." Villach habe sich von einer zerstörten Stadt nach dem Krieg in einen blühenden Wirtschaftsstandort entwickelt, so der Nestlé-Chef. "Ich habe viele Beziehungen zu Villach, die ich gerne pflege." Ehe er zur Jubiläumsfeier der Villacher Rotarier eilte, verewigte sich Brabeck-Letmathe im Goldenen Buch der Stadt.











