Eine Lehre mit Kamm und Schere
Wer in der Arbeit Kreativität mit handwerklichem Geschick und Umgang mit Menschen verbinden will, kommt am Beruf des Friseurs nur schwer vorbei.

Foto © KKDer Friseurberuf ist immer noch eine Frauendomäne
Sie ist allgemein bekannt, die mehr oder weniger freundlich gestellte Frage: "Hast du keinen Friseur, dem du das erzählen kannst?", wenn man vom allzu penetranten Kommunikationsbedürfnis seines Gegenübers verschont werden will. So unberechtigt ist diese Frage aber gar nicht. Der Beruf des Friseurs beinhaltet viel mehr als nur Haare zu waschen, dieselben dann zu schneiden und dann zu fönen. Zum Friseur geht man nicht nur, um sich schöner machen zu lassen, sondern auch, um es sich wenigstens für kurze Zeit gut gehen zu lassen. Und natürlich um zu kommunizieren.
Dementsprechend umfangreich und vielfältig sind die Anforderungen an all die jungen Menschen, die diesen schönen und herausfordernden Beruf im Schnittpunkt von Kreativität und Handwerk erlernen wollen: Freude am Gestalten muss vorhanden sein, Interesse für Mode und Trends und natürlich handwerkliches Geschick, weil man am Kunden ja keine nachhaltigen Schäden anrichten will. Zuhören sollte man natürlich auch können, um die Wünsche der Kunden in entsprechend ansehnliche Haarkreationen zu verwandeln, aber natürlich auch, um sich die Sorgen, Ängste, freudigen Erlebnisse und die Neuigkeiten aus dem Freundes- und Bekanntenkreis der ihnen anvertrauten Kunden anzuhören und damit deren Welt ein kleines Stück schöner und angenehmer zu machen.
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Doris Schneider, Lehrlingswart der LandesinnungFoto © KK
Zitat
"Wir wünschen uns mehr männliche Friseurlehrlinge in den Betrieben."






