Land Tirol ehrte Gernot Langes-Swarovski mit höchster Auszeichnung
Der jüngste Ringträger wurde durch einstimmigen Beschluss gewählt. Sein Familienunternehmen und seine parallelen Tätigkeiten sind ein Aushängeschild des Landes.

Foto © APAGernot Langes-Swarovski
Die höchste Auszeichnung des Landes Tirol ist am
Freitag dem Wattener Industriellen Gernot Langes-Swarovski verliehen
worden. Er wurde im Rahmen einer Festsitzung des Landtages mit dem
"Ring des Landes Tirol" geehrt. Der 63-Jährige und der
Swarovski-Konzern seien zu einem "glänzenden Aushängeschild des
Landes" geworden, hob Landeshauptmann Herwig van Staa (V) in seiner
Laudatio hervor.
Einstimmiger Beschluss. "Gernot Langes-Swarovski ist seit Jahrzehnten die Persönlichkeit
des Landes Tirol", betonte Van Staa. Ihm sei es gelungen, das
Unternehmen zu einem weltweiten Konzern mit 20.000 Mitarbeitern zu
formen. Aber nicht nur unternehmerisch habe er "Gewaltiges"
geleistet, sagte der Landeshauptmann, "er hat auch eine tiefe soziale
Verpflichtung gespürt und gelebt." Van Staa zeigte sich dankbar,
"dass das Land gelegentlich mit Swarovski werben und darauf hinweisen
darf, dass Swarovski ein Tiroler Unternehmen ist".
Der Verleihung war ein einstimmiger Beschluss des Landtages
vorausgegangen. Zuletzt war der Ring des Landes 1994 an den früheren
Landeshauptmann von Nordtirol, Alois Partl (V), vergeben worden. Die
Zahl der Träger dieser Auszeichnung ist auf maximal 15 beschränkt.
Mit Südtirols Alt-Landeshauptmann Silvius Magnago (SVP) und dem
ehemaligen Innsbrucker Diözesanbischof Reinhold Stecher sind derzeit
noch zwei weitere lebende Persönlichkeiten im Besitz des Ehrenringes.
Aus Flop wird Top. Der jüngste Ringträger - Langes-Swarovski - bestimmte 35 Jahre
lang - bis 2002 - als Geschäftsführer die Geschicke des
Kristallkonzerns mit. Nunmehr widmet er sich Aktivitäten, die er
parallel zu seiner Tätigkeit im Familienunternehmen aufgebaut hatte.
Er ist in der internationalen Weinwirtschaft - unter anderem in
Südamerika und Asien - aktiv und im Bereich Naturprodukte tätig.
1978 gründete Langes-Swarovski gemeinsam mit Christian
Schwemberger-Swarovski die "Aircraft Innsbruck", die spätere Tyrolean
Airways, die mittlerweile zur AUA-Gruppe gehört. 1987 landete
Langes-Swarovski mit der Übernahme der US-Schmuckhandelskette Zale
gemeinsam mit dem kanadischen Partner Peoples Jewellery den größten
Flop seines aktiven Manager-Lebens. 1991 musste das Unternehmen mit
umgerechnet 1,1 Mrd. Euro Schulden Konkurs anmelden. Die daraus
resultierenden Verluste für Swarovski - angeblich rund 150 Mio. Euro
- sind mittlerweile verdaut.














