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    Zuletzt aktualisiert: 08.01.2013 um 07:55 UhrKommentare

    Helmut Berger, die Flasche und die Klobrille

    Im RTL-Dschungel wird wieder campiert. Neben viel Promi-Ersatz ist auch ein einstiger Weltstar mit dabei: Helmut Berger legt Wert auf die richtigen Getränke und seine eigene Klobrille, dafür weniger auf Etikette. Von Thomas Golser.

    Foto © RTL/Stefan Gregorowius

    Zunächst die nüchternen Fakten: Am Papier erwachsene und rechtsfähige Menschen lassen sich in Australien gemeinsam in einem Studio-Dschungel einkasernieren. Wozu? Im wesentlichen, um die Zeit (aber bitte nicht sich selbst) tot zu schlagen und sich in weitgehend sinnfreien Gesprächen, Scharmützeln und Prüfungsaufgaben zu verlieren.

    Schlagseite statt Glitter

    Neben ehemaligen Kaufhaus-Erpressern, Drag-Queens, Sängern und dergleichen mehr (sprechen wir von "Promi-Ersatz") wagt nun auch Helmut Berger, einst ein Filmstar von Weltruhm, das betreute Wohnen im Unterholz. Dass sich RTL für den neuen Aufguss von "Ich bin ein Star - holt mich hier raus" gerade auch für den 68-jährigen Exzentriker ("Ludwig II." von 1972 gilt als sein filmischer Höhepunkt) entschieden hat, scheint mit viel Kalkül passiert zu sein. Wo der Österreicher seine Auftritte - schillernd bis schlingernd - hat, ist Aufregung nie sehr weit: In den 1960er- und 1970er-Jahren schaffte der Intimus von Regisseur Luchino Visconti das noch mit Glamour (die Vogue bezeichnete ihn dereinst als "schönsten Mann der Welt"). Heute ohne Glitter - dafür mit Schlagseite.

    Der erste Akt der Peinlichkeiten fand im Jumbo-Jet nach Australien ("Dschungel-Flieger voll wie nie!") statt, als Berger mit der flüssigen Bordverpflegung und anderen Dingen nicht einverstanden war und in geschmeidigem Englisch Umstehende anpöbelte: "Arschlöcher! Wisst Ihr nicht, wer ich bin? Dieses Klo ist so eng, da kann man nicht zu Ende scheißen. Ich will jetzt noch ein Bier, sofort!", so das "Gesprächsprotokoll", das sich im Internet nachlesen lässt. Am Boden angekommen (aber irgendwie noch immer in der Luft) holte der Nicht-Abstinenzler am Gepäckband ein bruchsicher verschnürtes Paket ab: Seine persönliche Klobrille, die offenbar auch im Dschungel nicht fehlen darf. Immerhin.

    Um die Posse im Dickicht am Köcheln zu halten, musste RTL (Abkürzung für "richtig tief legen") schnell nachlegen: "Helmut Berger: Busengrabscher bei Katzenmuddi Iris" (die Rede ist von Iris Klein, von Beruf Mutter von Daniela Katzenberger), vermeldete die größte deutsche Boulevard-Zeitung mit dem "B" am Anfang, dem "L" in der Mitte und dem "D" am Ende inzwischen. Was ist noch zu erwarten? Freundet sich Berger mit Drag Queen Olivia Jones und alkoholfreiem Bier an? Verweigern die unschuldigen Insekten, die es wieder zu vertilgen gilt, ihre Mitarbeit? Wird man sich am Ende der Sendung noch an alle Kandidaten erinnern, die man schon zu Beginn nicht kennen musste? Wann werden Dschungelcamps per Volksabstimmung verboten? Viele Fragen, die hier nicht zu beantworten sind...

    Erleichtert um Restwürde

    Falls tatsächlich noch Zweifel daran bestanden, dass man sich im Dschungel des Privatfernsehens fabelhaft von letzten Resten seiner Würde erleichtern kann: Mit der mittlerweile siebenten Staffel dieser Sendung dürften sie ausgeräumt werden. Der Unterschied zwischen Prominenz und Promillenz ist oft verschwindend wie der Inhalt eines Glases - das kennt man ja aus der Welt der (ehemals) Reichen. Und zwischen gut im Bild zu sein und ein trauriges Bild abzugeben gibt es mitunter gar keinen mehr.

    Bei aller Belustigung, die der eine oder andere Zuschauer bei dieser Demontage-Show empfindet, sollte doch ein bisschen Fremdschämen mehr als sonst dabei sein.

    THOMAS GOLSER

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