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Zuletzt aktualisiert: 02.09.2012 um 18:59 UhrKommentare

George Michael hat sich "schrecklich schuldig gefühlt"

Popstar George Michael gibt in der kommenden Woche zwei Konzerte in Wien. Eines davon für die Ärzte und Pfleger, die ihn vergangenes Jahr in Wien nach einer schweren Lungenentzündung betreuten. In einem Interview spricht er über seine schwere Erkrankung.

George Michael beim Abschluss der Olympischen Spiele in London

Foto © APAGeorge Michael beim Abschluss der Olympischen Spiele in London

"Ich selbst habe die Gefahr, in der ich mich befand, nicht mitgekriegt. Das habe ich erst realisiert, als alles schon vorbei war." So blickt der britische Pop-Entertainer George Michael im Interview mit dem "Kurier" (Sonntag-Ausgabe) auf seinen Wiener Spitalsaufenthalt Ende vergangenen Jahres zurück. Wegen einer schweren Lungenentzündung lag er im AKH wochenlang im künstlichen Tiefschlaf. Am besten erinnere er sich, "dass ich mich so schrecklich, schrecklich schuldig gefühlt habe und Mitleid mit meiner Familie, meinen Freunden und meinem neuen Partner Fadi hatte, dass sie mitansehen mussten, was ich da durchmache. Zwei oder drei Wochen lang wussten sie nicht, ob ich das überlebe."

"Eine Feier meiner Genesung"

Am 4. und 6. September gastiert George Michael mit seiner "Symphonica"-Tour in der Wiener Stadthalle und will sich dabei auch bei den Ärzten und dem übrigen Personal des Spitals bedanken. Der Text seiner neuen Single "White Light" sei "eine Feier meiner Genesung. Alles, was ich mache, ist autobiografisch. Und in diesem Fall, nachdem ich dem Tod sehr nahegekommen war, wusste ich, dass da musikalisch etwas Gutes rauskommen würde. Viele Leute haben von mir erwartet, dass ich darüber eine Ballade schreibe, aber ich wollte etwas Aufbauendes, Positives - daher der Dance-Beat", so der Sänger im Interview. Der Titel beziehe sich auf das helle Licht, das man angeblich vor dem Tod sieht. "Glücklicherweise habe ich dieses Licht nicht gesehen. Und dafür bin ich sehr dankbar."

An immer wieder auftauchenden Gerüchten um eine Re-Union der Gruppe "Wham!" sei "auch diesmal ist nichts Wahres dran. Bei Wham! ging es darum, jung und ausgelassen zu sein. Und dieses Gefühl kann man ab einem gewissen Alter nicht mehr rekreieren. Diese weißen Shorts werden definitiv in der Schublade bleiben. Wir lassen Wham! eine sehr glückliche, wunderbare Erinnerung sein."


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