Top-Verdiener Tom Cruise - trotzdem kein Geld für Holmes?
Hollywood-Star Tom Cruise gilt er laut aktueller "Forbes"-Liste als bestbezahlter Hollywood-Star. Doch Holmes könnte nach der Scheidung dennoch leer ausgehen.

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Hollywood-Star Tom Cruise führt die Riege der bestverdienenden Schauspieler an. Wie das Wirtschaftsmagazin "Forbes" am Dienstag berichtete, strich der "Mission:Impossible"-Star in einem Jahr (Mai 2011 bis Mai 2012) rund 75 Millionen Dollar ein. Cruise ist seit Tagen in den Schlagzeilen, nachdem Ehefrau Katie Holmes in der vorigen Woche die Scheidung eingereicht hatte. Diese dürfte nun trotz Cruises Vermögen leer ausgehen.
Ausgerechnet am 50. Geburtstag des Schauspielers veröffentlichte "Forbes" seine diesjährigen Schätzungen, basierend auf der Befragung von Produzenten, Anwälten, Managern und anderen Mitarbeitern der Filmindustrie. Zu dem Verdienst zählen Filmgagen und Werbeeinnahmen. Weit hinter Cruise folgen auf den nächsten Plätzen Leonardo DiCaprio und Komiker Adam Sandler mit je 37 Millionen Dollar, gefolgt von Action-Star Dwayne Johnson (36 Millionen Dollar) und Ben Stiller mit 33 Millionen Dollar. Auch Sacha Baron Cohen, Johnny Depp, Will Smith, Mark Wahlberg, Taylor Lautner und Robert Pattinson schafften es auf die Liste der Spitzenverdiener.
Katie geht leer aus
Laut einem Bericht des Promiportals Tmz.com wird Holmes bei ihrer Scheidung trotzdem fast leer aus gehen. Das sehe der 2006 geschlossene Ehevertrag so vor. Offenbar dürfte das aber ganz in ihrem Sinne sein: "Es geht ihr nicht um das Geld. So eine Sorte Frau ist sie nicht. Sie liebt es, zu arbeiten." Holmes soll lediglich jenes Geld behalten dürfen, das sie selbst mit in die Ehe gebracht hat. Nur auf Unterhalt für Suri soll die Schauspielerin bestehen.
"Gehirnwäsche" und Spionage
In den US-Medien ist indes wegen des Vorpreschens von Katie Holmes sogar von einer "Flucht" die Rede. In diesem Zusammenhang wird von den Portalen wie "Tmz" oder "People" immer wieder hervorgehoben, dass Tom Cruise eine wichtige Rolle in der Scientology-Organisation spiele.
Und auch wenn weder Cruise noch Holmes sich bisher öffentlich zum Trennungsgrund geäußert haben - die bevorstehende Scheidung hat die wiederkehrende Debatte um Scientology neu aufleben lassen.
Tom Cruise gilt als überzeugter Anhänger der umstrittenen Organisation, die sich selbst als Kirche bezeichnet. Katie, die in einer katholischen Familie aufgewachsen ist, wechselte Berichten zufolge aus Liebe zum Glauben ihres Mannes - und lieferte den Klatschspalten damit von Beginn an ein gefundenes Fressen.
"Schräger Kult"
Streng abgeschirmt hatten die Schauspieler mit einer Zeremonie nach dem Ritus von Scientology geheiratet. Holmes' Schwester Nancy Blaylock war Trauzeugin, Cruise hatte David Miscavige gewählt, den Vorsitzenden der Organisation.
Trat die Schauspielerin in den mehr als fünf Jahren ihrer Ehe ungeschminkt und mit müden Augen auf die Straße, wurde wild spekuliert über "Gehirnwäsche" oder "Betäubung". Wirkte Holmes fröhlich und energiegeladen, wurde geunkt, dass Scientology ihr etwas verabreicht habe. Nun, nach dem Aus von "TomKat", geht es mit den bösen Gerüchten munter weiter.
Selbst Medienmogul Rupert Murdoch konnte sich ein paar bissige Kommentare über den "schrägen Kult" nicht verkneifen. "Etwas Unheimliches, vielleicht sogar Böses, umgibt diese Leute", schrieb er auf Twitter. Viel Geld sei da im Spiel und Tom Cruise die Nummer zwei oder drei in der Hierarchie der Organisation, wetterte Murdoch.
Cruise war wegen seiner offensive Scientology-Mission schon seit Jahren immer wieder in ein schlechtes Licht geraten. Dann und wann wurde er auch für seine emotionalen Ausbrüche belächelt. Die gekünstelten Freudenhopser auf dem Sofa von Talkmasterin Oprah Winfrey wurden als Anfang einer medienwirksamen Liebe gedeutet. In schnellem Ablauf folgten danach Verlobung, Schwangerschaft und schließlich die Hochzeit in Italien.
Spionage-Gerüchte
Scientology hat die Trennung selbst bisher nicht kommentiert, wehrte sich aber in einer Mitteilung gegen Spekulationen von "Tmz", es gebe womöglich einen Spionageeinsatz gegen Katie Holmes. Das Portal hatte gerätselt, ob in einem Auto wartende Männer vor deren Haus Beobachter von Scientology seien. Der Anwalt von Scientology sagte daraufhin zu "People", dass man niemanden beauftragt habe, "Katie Holmes zu folgen oder zu beobachten". Auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur dpa reagierte die US-Organisation zunächst nicht.
Auch Angst der Mutter um ihre Tochter wurde als möglicher Trennungsgrund - etwa bei "Tmz" - angeführt. Viele Scientologen würden ihre Kinder im jungen Alter zu einem als äußerst streng geltenden Programm der zugehörigen Sea-Organisation weggeben, hieß es. Suri war vor kurzem sechs geworden. Der Scientology-Anwalt sagte zu "Tmz", dass Jugendliche erst ab dem 16. Lebensjahr an dem Programm teilnehmen könnten. "Und auch dann nur mit dem Einverständnis beider Eltern", so der Anwalt.
Holms wiederum sah auf den ersten Bildern nach der Abgabe des Scheidungsantrags weder verschreckt noch gehetzt aus. Sie kämpfte sich mit einem kleinen Lächeln durch die Menge der Fotografen.
















