Klammers bleiben Wirtsleut
Schwester von Franz Klammer setzt Gasthaus-Tradition fort. Zuvor war das Gast haus in Mooswald 25 Jahre in den Händen von Michl Klammer.

Foto © Geschwister Franz, Barbara und Michl Klammer (Klaus war beim Fotoshooting nicht dabei)
Michl hat drei, Franz hat zwei, Klaus hat eins und ich hab keins!" So munter fasst Barbara Klammer die Kindersituation im Hause Klammer zusammen. Die jüngere Schwester des Skikaisers Franz ist ab sofort die erste Frau im traditionellen Gasthaus in Mooswald bei Fresach. Zuvor war es 25 Jahre in den Händen von Michl Klammer, dem ältesten des Quartetts: "Ich habe sechs Enkelkinder und gehe in Rente", verkündete er vergnügt.
Barbara setzt also die 120 Jahre alte Gasthaustradition fort, zu der seit 1918 ein eigenes Wasserkraftwerk und die eigene Landwirtschaft gehören. Hausgemacht sind Käsnudeln in Faustnudelgröße, Grammel- und Erdäpfelknödel, Zwiebelrostbraten, Glundner, Apfelknödel und die unvergleichbare Franz-Klammer-Torte. "Die Torte macht meinem Namen alle Ehre", sagt Kaiser Franz.
Anfang der 1950er-Jahre beheimatete das Gasthaus Klammer die Gemeinde, die Schule und den Kindergarten und war somit Mittelpunkt des Ortes. "Mooswald wird im Alter mein Zentrum sein", weiß der weit gereiste Sportler. Aber das hat noch ein bisschen Zeit. Dieses Jahr wird der Inbegriff des Skifahrens fitte 60 Jahre alt und damit wird im Gasthaus Klammer, das von April bis Oktober donnerstags bis sonntags geöffnet hat, fest gefeiert. "Wir haben hier ein eigenes Museum", verriet zur offiziellen Gasthaus-Saisoneröffnung der Klammer-Älteste Michl, der in Glasvitrinen von den meterhohen Weltmeisterschaftspokalen bis zum kleinen Eierbecher alles gesammelt hat. "Was für ein Glück, wenigstens einer, der sammelt ", sagt Franz.














