Thommys neues Zuhause
Ehe Gottschalks neues Format viermal pro Woche auf Sendung geht, ist nur so viel klar: eine grenzenlose Themenpalette, (noch) kein roter Faden. Dafür: "Gottschalk pur" - es soll vor allem "menscheln".

Foto © AP
Eine "Wohlfühl-halbe-Stunde" soll es werden, "bevor das Elend der ,Tagesschau' losgeht", lautet der Plan. Morgen ist der Tag der Wahrheit. Thomas Gottschalk startet in der ARD mit seiner Vorabendsendung und weiß: "Es kann auch in die Hose gehen. Ich bin jetzt nicht aufgeregt, aber ein bisschen nervös schon!" Nachsatz: "Ich greife noch einmal an."
Lieber hätte der Show-Titan ja aus dem gemütlicheren München gesendet, doch ARD und die Produktionsfirma Grundy Light Entertainment (u. a. "Das Supertalent", "Herzblatt") entscheiden sich für die raue Hauptstadt. Gottschalk kommt live aus dem Berliner Humboldt Carré nahe des Gendarmenmarkts, drinnen sieht es freilich mehr nach Wohnzimmer oder Loft als nach TV-Studio aus.
Gage? Unbekannt
Um die Gage des 61-jährigen Bambergers gibt es nur Spekulationen, keine Bestätigungen: Für 140 Sendungen pro Jahr soll er sechs Millionen Euro bekommen, womit seine Einkünfte im Vergleich zu seinem ZDF-Engagement vervierfacht würden. Gottschalk selbst dementiert die sechs Millionen: "Ich hätte es auch für vier gemacht, aber leider hat man mir die nicht angeboten, also mach ich's für weniger."
In ein Genre will sich das Format nicht pressen lassen. "Die Sendung sei Gottschalk pur", heißt es in der Pressestelle. Ob das für ein eigenes, nachhaltiges Profil genügt oder ob man zu viel von allem sein möchte, wird sich erst zeigen. Abdecken will man ein sehr breites Themenspektrum: von chronikalischer Tagesaktualität über etwas Boulevard und manchmal Live-Musik bis hin zu prominenten und weniger prominenten Studiogästen. Offenkundig soll es in der Sendung vor allem eines: "menscheln".
Daher will Gottschalk auch über alle wichtigen Onlinekanäle mit dem Publikum live kommunizieren, um sich mit 61 seinem großen Ziel zu nähern: "Es ist wohl mein letzter Versuch, von allen geliebt zu werden."



















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