Johansson-Nacktfotos: FBI schnappt Hacker
Den FBI-Beamten ging ein 35-Jähriger aus Florida ins Netz, dem unter anderem angelastet wird, pikante Privatfotos von Johansson gestohlen und online gestellt zu haben.

Foto © APA
Nach Hackerangriffen auf Stars wie Christina Aguilera und Scarlett Johannson hat die US-Bundespolizei FBI einen Verdächtigen festgenommen. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wurde der mutmaßliche Täter nach elfmonatigen Ermittlungen in Jacksonville im Bundesstaat Florida gefasst. Im Fall einer Verurteilung drohen dem 35-Jährigen bis zu 121 Jahre Haft. Von einem Gericht wurde der Mann gegen eine Kaution von 10.000 Dollar vorläufig auf freien Fuß gesetzt.
Durch die Hackerangriffe auf Computer und Smartphones von mehr als 50 Opfern aus der Unterhaltungsindustrie waren unter anderem Nacktfotos der Schauspielerin Scarlett Johannson im Internet aufgetaucht. Von Popstar Christina Aguilera erschienen ebenfalls gewagte Bilder im Netz, Fotos der Schauspielerin Mila Kunis zeigten sie in der Badewanne. Das FBI listete weitere prominente Opfer des Hackers auf, allerdings nur mit deren Initialen. Die betroffenen Prominenten äußerten sich zunächst nicht zu der Festnahme.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sammelte der Hacker auch Informationen über die Finanzen der Hollywoodstars sowie Drehbücher und hörte Gespräche ab, von denen die Opfer dachten, sie seien privat. Chaney habe sämtliche empfangenen und verschickten E-Mails der gehackten Accounts lesen können.
Den Recherchen des FBI zufolge hatte der 35-Jährige ein ausgefeiltes Vorgehen, um die Postfächer zu hacken. Zunächst nutze er öffentlich zugängliche Informationen, um das Passwort seiner Opfer zu erraten. Danach habe er den Account nach Fotos und verschiedenen Informationen und Daten durchsucht. Um den E-Mail-Account zu kontrollieren, habe er die Einstellungen verändert und E-Mails an eine andere Adresse weitergeleitet. Nachdem er ein Postfach durchsucht habe, sei er in den Adressbüchern der Prominenten auf die Suche nach neuen Opfern gegangen.
Die Kaution gilt unter der Bedingung, dass er "keinen Zugang zu Computern oder anderen Geräten mit Internetanschluss" hat. Der 35-Jährige soll voraussichtlich in Los Angeles vor Gericht gestellt werden. Dort muss er sich in 26 Anklagepunkten verantworten, darunter Abhören, Identitätsdiebstahl und der unerlaubte Zugang zu Computern.















