Zweimal Gold für Cindy Crawford
Wofür das Top-Modell Cindy Crawford (44) zwei Goldmedaillen bekam und worüber sie als Olympia-Gast ganz besonders staunt.

Foto © ReutersCindy Crawford
Miss Crawford, Sie sind zu Gast hier bei den Olympischen Winterspielen. Wie viele Goldmedaillen haben Sie in ihrem Leben eigentlich schon gewonnen?
CINDY CRAWFORD (lacht auf): Meine erste Goldmedaille war mein erstes Titelcover. Und meine zweite Goldene war dann, als ich meinen ersten Vertrag unterschrieben habe.
Das war's? Somit sind Sie also eine zweifache Goldmedaillengewinnerin...
CRAWFORD: Ja, ganz genau. Und noch dazu in zwei verschiedenen Disziplinen.
Gibt es hier in Vancouver eine Sportart, mit welcher Sie ihren Job als Fotomodell eventuell vergleichen könnten?
CRAWFORD: Mit keiner einzigen. Die Athleten hier arbeiten alle viel, viel härter als ich. Mich beeindrucken allerdings ganz besonders die Eiskunstläufer. Das ist so schwer und so anstrengend und trotzdem wird es mit einer geradezu unglaublichen Leichtigkeit präsentiert.
Also gibt es doch Parallelen zum Job des Fotomodells?
CRAWFORD: Es stimmt schon, dieser Beruf ist mitunter auch anstrengend, aber nicht körperlich. Nein, dass ist kein richtiger Vergleich. Wirklich anstrengend war in meinem Leben zwei Kinder zu bekommen und sie danach großzuziehen.
Sind ihre Kinder denn auch hier in Vancouver?
CRAWFORD: Natürlich, ich bin mit meiner ganzen Familie hier, wir waren bereits beim Eisschnelllauf, wollen auch noch zu den Schirennen. Und meine Tochter möchte unbedingt einen Eiskunstlauf-Bewerb sehen. Wir machen Urlaub.
Und so ganz nebenbei sorgen sie in Vancouvers Innenstadt für einen totalen Verkehrsinfarkt und eine Massenpanik. Wie erklären Sie sich diese Popularität?
CRAWFORD (lacht wieder): Ich kann es mir eigentlich gar nicht erklären und ich wundere mich manchmal selber darüber. Aber natürlich freut es mich auf der anderen Seite auch.
Es sind ja nicht Ihre ersten Olympischen Spiele . . .
CRAWFORD: Ich war mit meiner Familie auf Einladung von "Omega" auch bei den Sommerspielen vor eineinhalb Jahren in Peking. Mir ist es nämlich sehr, sehr wichtig, dass meine beiden Kinder die Welt auch außerhalb der Vereinigten Staaten kennen lernen. Dass es andere Sprachen und andere Kulturen gibt. Und sie sollen dabei auch sehen, dass das Leben nicht überall so angenehm ist wie in den USA.
Wie passt das eigentlich zusammen? Sie machen Werbung für eine Schweizer Uhr und Sie lieben Eiskunstlaufen, eine der wenigen Disziplinen hier, bei denen es nicht gegen die Zeit geht?
CRAWFORD:...tatsächlich. So habe ich das bisher noch nicht wirklich betrachtet. Aber die müssen doch auch ein Zeitlimit einhalten, oder?
Da haben Sie schon recht, aber das Limit ist für alle gleich. Weil wir gerade von Zeitlimit sprechen. Was ist Zeit für Sie, ein Freund oder Feind?
CRAWFORD (überlegt): Eigentlich weder noch. Aber je älter ich werde, um so mehr trachte ich auch, meine Zeit nicht so einfach zu verschwenden. Ich versuche, sie möglichst sinnvoll zu verbringen. Zeit ist für mich so etwas wie ein Luxus geworden.
Features
Cynthia Ann Crawford
- Geboren: 20. Februar 1996 in DeKalb, Illinois.
- Eckdaten: Fotomodell, Schauspielerin & Moderatorin. Laut Magazin "Forbes" 1995 mit 6,9 Millionen US-Dollar Jahreseinkommen das bestbezahlt Modell der Welt. 1991 bis 1995 mit Richard Gere verheiratet, seit 1998 mit Rande Gerber, zwei Kinder.














