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Zuletzt aktualisiert: 02.02.2010 um 17:13 UhrKommentare

Kokain-Affäre: Fendrich am Donnerstag vor Gericht

Vor Weihnachten war er zu krank für eine Verhandlung. Am Donnerstag ist es soweit: Der Austropop-Sänger muss sich wegen Falschaussage verantworten. Ihm drohen zwei Jahre Haft.

Nach 2006 muss Reinhard Fendrich erneut vor Gericht

Foto © APNach 2006 muss Reinhard Fendrich erneut vor Gericht

Am kommenden Donnerstag muss sich Rainhard Fendrich wegen falscher Zeugenaussage im Wiener Straflandesgericht verantworten. Die Verhandlung hätte bereits im vergangenen Dezember stattfinden sollen, doch der Termin musste infolge einer Erkrankung des 54-jährigen Künstlers verschoben werden. Diesmal ist Fendrich offenbar gesund - im Grauen Haus sei bisher jedenfalls kein Verlegungswunsch eingelangt, bestätigte das Graue Haus am Dienstag auf APA-Anfrage einen Bericht der Tageszeitung "Österreich".

Hintergrund ist auch im aktuellen Fall Fendrichs seinerzeitige Kokainaffäre: Der Austro-Popper soll damals von der Polizei als "Vertrauensperson" geführt worden sein und es einem Fahnder ermöglicht haben, bei einem Konzert im Backstage-Bereich einen Kokain-Lieferanten zu observieren.

Weil sich Fendrich im weiteren Verlauf durch Indiskretionen eines Ex-Polizisten in die Medien gezerrt fühlte, soll er diesen Beamten in Richtung Geschenkannahme belastet haben.

Das führte dazu, dass die Staatsanwaltschaft gegen den Polizisten ein Ermittlungsverfahren einleitete, das allerdings recht bald eingestellt wurde. Dafür flatterte Fendrich ein Strafantrag ins Haus, in dem ihm nun die Anklagebehörde unterstellt, in Bezug auf den Polizisten bewusst die Unwahrheit gesagt zu haben. Der Sänger dementiert das und wird sich dem Vernehmen nach vor Richterin Patrizia Kobinger-Böhm "nicht schuldig" bekennen.

Sollte er dessen ungeachtet schuldig erkannt werden, drohen Fendrich laut Strafgesetzbuch bis zu drei Jahre Haft, wobei realistischerweise vermutlich eine mehrmonatige Bewährungsstrafe herauskäme.


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