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Zuletzt aktualisiert: 13.09.2009 um 05:45 UhrKommentare

"Schule ist leider wichtig"

"Topmodel" Larissa Marolt hat arbeitsintensive Monate hinter sich. Ab morgen geht sie wieder zur Schule - wie 65.000 junge Kärntner auch.

Larissa Marolt muss bald wieder die Schulbank drücken

Foto © KLZ/KoscherLarissa Marolt muss bald wieder die Schulbank drücken

Trotz Fototerminen und AutogrammjägerInnen: Ab morgen ist "Austria's Next Topmodel" Larissa Marolt wieder Schülerin - genau wie 65.000 andere junge Menschen in Kärnten.

Was bedeutet Schule für Sie?

LARISSA MAROLT: Schule ist leider sehr wichtig. (Über das "leider" muss sie selbst lachen, wie so oft, wenn sie schneller spricht als die Zensurinstanzen im Kopf zu Image-pflegender Vernunft raten.) Bildung ist das Wichtigste heutzutage, weil Unis und Hochschulen nur die Besten nehmen.

Was wollen Sie denn lernen?

MAROLT: Ich will an eine Fachschule für Drehbuch, Regie und Schauspiel. Das ließe sich mit dem Modeln vereinbaren.

Welche Schulfächer mögen Sie?

MAROLT: Deutsch, Latein, Geschichte, Literatur überhaupt - da lese ich auch ohne Test. Shakespeare, Novalis, Goethes Faust.

Welche Fächer mögen Sie nicht?

MAROLT (denkt nach): Weiß nicht, vielleicht habe ich sie vergessen. (Wieder sprudelt Lachen hoch.)

Nehmen Sie manchmal Bücher mit zu Modelterminen?

MAROLT: Nein. Im Zug und Auto wird mir beim Lesen schlecht und im Flugzeug - da habe ich eine gute Ausrede (lacht): Schulbücher sind zu schwer! In London hatte ich mir viele Bücher gekauft - Sherlock Holmes, Macbeth, Magazine - und dann hatte ich Übergepäck. Total angebissen hab ich mir vor dem Schalter lauter Shirts, Leggings und Jacken übereinandergezogen. Gut, dass mich keiner erkannt hat.

Apropos "erkennen": Beeinflusst Ihre Prominenz Ihr Leben?

MAROLT: Schon. In der Disco werde ich oft von den Leuten beobachtet. Manche warten mit Handykameras, ob ich mich daneben benehme. Aber den Gefallen tue ich ihnen nicht. Man verliert seine Unbefangenheit. Aber ich will nicht jammern: Meine Karriere macht gerade Bumm!

Was würden Sie anderen jungen Mädchen raten, die von einem Leben im Rampenlicht träumen?

MAROLT: Sich erst nach der Matura dem Modelbusiness zuzuwenden. Vielleicht hätte ich auch noch ein Jahr warten sollen, aber so eine Chance wäre wohl nicht wieder gekommen.

Schaffen Sie die Matura?

MAROLT: Auf jeden Fall. Jetzt habe ich sieben Jahre überstanden, da schaffe ich auch das achte. Sonst wäre ja alles umsonst gewesen.

JOCHEN BENDELE

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