Jacqueline Kennedy Onassis wäre 80 geworden
Amerika sah in ihr eine Ikone. Sie war schön und intelligent und mit zwei zu ihrer Zeit unglaublich mächtigen Männern verheiratet gewesen. Am 28. Juli hätte sie ihren 80. Geburtstag gefeiert.

Foto © APJacqueline Kennedy Onassis mit ihrem Sohn JOhn F. Kennedy Jr.
Sie trug die Namen zweier weltberühmter und zu ihrer Zeit unglaublich mächtiger Männer. Die als Jacqueline Bouvier geborene, schöne und ungewöhnlich kluge Frau arbeitete, bis sie im Mai 1994 an Krebs starb, als erfolgreiche Verlegerin im New Yorker Verlagshaus Doubleday. Die Tochter aus reichem Hause hatte als blutjunge Zeitungsreporterin Anfang der fünfziger Jahre in Washington Nachwuchs-Politiker wie Richard Nixon und John F. Kennedy interviewt. "Jack" Kennedy beließ es nicht dabei, sondern warb um die aparte Schönheit. Die Eheschließung im Seglerparadies Newport im Kennedy-Staat Massachusetts wurde 1953 schon als "Hochzeit des Jahres" gefeiert.
Ihr Leben danach verlief keineswegs nur glücklich. 1955 hatte sie eine Fehlgeburt, 1956 wurde ein Kind tot geboren, 1963 starb Sohn Patrick 39 Stunden nach seiner Geburt. Als Kennedy gegen Nixon zum US-Präsidenten gewählt wurde, richtete Jackie das Weiße Haus für fantastische Summen neu ein, gab glanzvolle Empfänge und wurde zum Idol ganz Amerikas - und weit darüber hinaus.
Hang zum Luxus
Daß der Präsident wie schon zuvor als Senator unermüdlich fortfuhr, mit immer neuen anderen Frauen schnelle Abenteuer zu suchen und zu finden, geriet damals noch nicht in die Öffentlichkeit. Vielleicht als Ausgleich entwickelte Jacqueline einen immer maßloseren Hang zum Luxus, über den endlos geschrieben wurde.
Die tödlichen Schüsse auf den "jungen Helden" am 22. November 1963 in Dallas waren das Ende des Traums. Sie schwor anschließend, sich völlig auf ihre Kinder zu konzentrieren, auf Caroline und John. Aber Amerika sah in ihr eine Ikone - und reagierte mit einem Aufschrei der Empörung, als sie 1968 ihre Heirat mit dem mehr als zwei Jahrzehnte älteren griechischen Tankerkönig Aristoteles Onassis ankündigte und bald darauf schloß. Das war vier Monate nach der Ermordung von Robert Kennedy, auf dem Höhepunkt einer neuen tragischen Kennedy-Welle.
Features
filme über Jacqueline Kennedy Onassis
"Jackie" Kennedy war in den USA mehr als eine First Lady. Sie war eine Stilikone, eine Legende - Frank Sinatra bezeichnete sie sogar einmal als "Königin Amerikas".
Umso weniger erstaunlich ist es, dass eine Reihe von Spielfilmen sich mit dieser schillernden Figur auseinandersetzen. Zu erwähnen sei vor allem anderem "Das Schicksal der Jackie O." von Larry Peerce (1991) und "Das Leben der Jackie Kennedy" von Steven Gethers (1981).
















