Berlusconi: Gespräche mit Call Girl veröffentlicht
Kein Tag ohne Enthüllung rund um das Privatleben des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi: Eine Webseite veröffentlicht nun Gespräche Berlusconis mit einem Callgirl.

Foto © AP
Die Beziehung zwischen dem italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi und der süditalienischen Escort-Lady Patrizia D'Addario steht in Italien wieder im Rampenlicht der Medien. Das linksorientierte Wochenmagazin "L'Espresso" veröffentlichte am Montag auf seiner Webseite einige von D'Addario aufgenommenen Gespräche zwischen ihr und dem Ministerpräsidenten.
Eine Nacht mit Berlusconi
Die aus der süditalienischen Stadt Bari stammende D'Addario behauptet, im vergangenen November in Berlusconis Privatresidenz in Rom, Palazzo Grazioli, eine Nacht mit dem Premier verbracht zu haben. Veröffentlicht wurde auch ein Telefongespräch zwischen D'Addario und Giampaolo Tarantini, einem süditalienischen Unternehmer, gegen den Justizermittlungen wegen mutmaßlicher Korruption und Ausnutzung der Prostitution laufen. Tarantini soll Berlusconi D'Addario als Call Girl vermittelt haben.
Die Affäre rund um Partys und Prostitution, die Berlusconi arg unter Druck setzt, wurde von D'Addario ausgelöst. Diese hatte im Juni in einem Interview und vor den Ermittlern berichtet, dass sie im vergangenen Herbst gemeinsam mit dem mit Berlusconi befreundeten Unternehmer Tarantini zu zwei Partys in Berlusconis Privatresidenz Palazzo Grazioli eingeladen worden sei. Dafür seien ihr 2.000 Euro versprochen worden. Da sie bei Berlusconi nicht übernachtet hatte, wurden ihr angeblich nur 1.000 Euro gezahlt. Ein zweites Mal habe sie bei Berlusconi die Nacht verbracht, aber dafür kein Geld bekommen.
Der Minister für die Umsetzung des Regierungsprogramms, Gianfranco Rotondi, beschuldigte unterdessen linksorientierte Medien, jegliche Form von Ethik im Journalismus zu verletzen, um Berlusconi einzuschüchtern. Die Hetzkampagne gegen Berlusconi sei skandalös.


















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