Disziplin statt Drogenrausch: Robert Downey Jr. hält "Balance"
Ehefrau sorgte für heilsamen Schock.

Foto © APRobert Downey Jr. mit seinem Rettungsanker: Susan Levin
Seine turbulente Vergangenheit und der
Zuspruch seiner Frau Susan haben Hollywoodstar Robert Downey Jr. nach
eigenen Worten aus dem Drogensumpf geholfen. "Sie hat mich vor die
Wahl gestellt: entweder die Drogen oder ich. Das war ein heilsamer
Schock", sagte Downey der Zeitschrift "Penthouse".
Drogenkonsum.
Auch seine früheren Erfahrungen als Abhängiger hätten ihn von der
Meinung abgebracht, dass exzessiver Drogenkonsum gar nicht so schlimm
sei. "Ich musste mich höllisch anstrengen, um von dem Zeug
loszukommen." Die These, Drogen steigerten sogar die künstlerische
Potenz kreativer Leute, halte er für ein gefährliches "Märchen":
"Vergessen wir nicht die vielen Menschen, die dabei auf der Strecke
geblieben sind."
Zusammenbruch.
Erst im Laufe der Jahre habe er gelernt, mit dem Druck des
Show-Geschäfts umzugehen, erklärte Downey in dem Interview. "Der
Adrenalin-Kick ist toll für den Augenblick. Aber der Zusammenbruch
ist vorprogrammiert. Mittlerweile kann ich viel besser die Balance
halten als früher."
Selbstzerstörung?
1993 war er für seine Darstellung der Kino-Legende Charlie Chaplin
für den Oscar nominiert worden. Der 43-Jährige war wegen
Drogeneskapaden aber auch wiederholt in Haft. Obwohl er auf der
Leinwand oft selbstzerstörerische Typen mimte, sieht Downey keinen
Zusammenhang zwischen seiner Arbeit und seiner Anfälligkeit für
Suchtmittel. "Ich glaube nicht, dass mich irgendeine Rolle dazu
getrieben hat, Drogen zu nehmen. Wenn ich einen Killer spiele,
verspüre ich ja auch nicht das Bedürfnis, jemanden umzubringen."
















