Sexprozess gegen R. Kelly geht in das Finale
Der US-Sänger wurde wegem einem Video, das ihn beim Sex mit einer Minderjährigen zeigen soll, der Kinderpornografie angeklagt. Ihm drohen 15 Jahre Haft.

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Die Ankläger im Kinderpornografie-Prozess gegen
R&B-Star R. Kelly haben zum Abschluss der Beweisaufnahme den
Geschworenen noch einmal das Video in voller Länge vorgeführt, das
den Musiker beim Sex mit einer Minderjährigen zeigen soll. Auch die
Verteidigung wiederholte ihren Standpunkt, dass der Film weder Kelly
noch die inzwischen 23-jährige Frau zeige.
Beratungen. Die Geschworenen zogen sich am Donnerstag zu Beratungen zurück und
baten den Richter um eine Mitschrift des gesamten Prozesses oder
zumindest der Aussage der Zeugin Lisa Van Allen. Die 27-Jährige hatte
ausgesagt, sie habe mehrmals Sex zu dritt mit Kelly und dem
mutmaßlichen Opfer gehabt. Ein Zeuge der Verteidigung sagte, er
glaube, dass Van Allen und ihr Verlobter Geld von Kelly erpressen
wollten.
Leberfleck. Verteidiger Sam Adam versuchte die Geschworenen davon zu
überzeugen, dass Kelly nicht der Mann in dem Video sein könne. Er
ließ den Film an einer Stelle anhalten, an der der Mann mit nacktem
Rücken zu sehen ist und verwies darauf, dass Kelly einen Leberfleck
hat - der Mann im Film aber offensichtlich nicht. "Um die Wahrheit zu
sagen, da ist kein Leberfleck, und das bedeutet: Er ist es nicht. Und
wenn er es nicht ist, können Sie ihn nicht verurteilen."
Haftstrafe droht. Der 41-jährige Kelly hat sich für nicht schuldig erklärt. Bei
einer Verurteilung drohen ihm 15 Jahre Haft.














