Das Blut geriet in Wallung
Mozart stand im Mittelpunkt der letzten "Soap".
GRAZ. Mozarts Verhältnis zur Familie seiner Frau Constanze, zu "den Weberischen", widmete sich die achte "Soap" der "styriarte". Die Stimmung in der List-Halle war sehr angeregt. Das lag auch am Wettkampf um den Primadonnen-Status, den Susanne Elmark als Madame Herz und Bibiana Nwobilo als Madame Silberklang in Mozarts "Schauspieldirektor" auszufechten hatten. Von Anfang an aber an der publikumsnahen Präsenz von Johannes Silberschneider als erzählendem Mozart, der im "Schauspieldirektor" auch die Rolle des Buff(os) übernahm.
recreation-Orchester
Musikalisch angestoßen wurde die gute Laune zuerst vom recreation-Orchester, das unter Andreas Stoehr zur Hochform auflief: Eine straffe Ouvertüre zum Ballett "Les petits riens" brachte das Blut in Wallung. Der Höhepunkt wurde im letzten der "Sechs Deutschen Tänze", KV 571, erreicht, eine spektakulär wilde Janitscharenmusik, die gehörigen Effekt macht. Köstliche Verzögerungen in den Tänzen zuvor ließen die Zeit des Zuhörens paradoxerweise im Flug vergehen.
Die eigentlichen Stars saßen im Orchester, Susanne Elmarks Stimme klang leicht forciert, Bibiana Nwobilo war für die Konzertarien ein gar leichte Soubrette.







