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    Zuletzt aktualisiert: 18.07.2012 um 18:38 UhrKommentare

    Der intuitive Zugang zur Musik

    Die Pianistin Mihaela Ursuleasa konzertiert am Freitag bei der "styriarte".

    Sie begannen als Wunderkind und sind heute eine "solide" Pianistin. Wie hat das funktioniert?

    URSULEASA: Dieser Wunderkind-Begriff hat mich schon immer stutzig gemacht. Ein Kind an sich ist doch schon das Wunder, mit spezifischen Talenten. In meinem Fall hatte ich Glück, dass mein musikalisches Talent von Anbeginn gefördert wurde, da ich aus einer Musikerfamilie stamme. Zum Musizieren gezwungen wurde ich aber zunächst glücklicherweise nicht.

    Zunächst nicht - später schon?

    URSULEASA: Nach dem Tod meines Vaters, dem ich meine erste musikalische Ausbildung verdanke, kam ich, noch keine zehn Jahre alt, unter die Fittiche einer sehr strengen Lehrerin. Sie verkörperte den damals in kommunistischen Ländern üblichen Leistungsdruck quasi in Reinkultur.

    Doch es gelang Ihnen bald, nach Wien zu entweichen. Wie kam das?

    URSULEASA: Meine Lehrerin hatte den Ehrgeiz, für mich einen Karriere fördernden Mentor aus dem Westen zu finden. So reisten wir nach Wien, wo ich Claudio Abbado vorspielen konnte. Meine Lehrerin wollte ihn überreden, ein paar Konzerte mit mir zu veranstalten - ich war zwölf Jahre alt. Abbado aber meinte, er trete nicht mit kleinen Kindern auf, so talentiert sie auch sein mögen und riet uns eindringlich, von einer Fortsetzung der Wunderkind-Karriere abzulassen. Stattdessen sollte ich mich einem regulären Musikstudium unterziehen. Das machte mich letztlich zur "soliden Pianistin", wie Sie es formulierten.

    Einen Rest des Wunderkind-Temperaments haben Sie sich aber bewahrt.

    URSULEASA: Meinen intuitiven Zugang zur Musik habe ich nie aufgegeben - ich bin keine akademische Pianistin. Wenn man als Musikerin etwas so gestaltet, wie man es wirklich empfindet, wird man glaubwürdig. Ob das Resultat gefällt, ist Geschmackssache. Ich hatte schon erlebt, dass zwei Kritiker desselben Konzertes komplett gegensätzliche Urteile gefällt haben. Das gefällt mir, denn offenbar bewege ich mit meinem Spiel die Gemüter und befinde mich nicht in einer indifferenten Grauzone.

    Mihaela Ursuleasa bei der "styriarte": 20. Juli, 20 Uhr, Helmut-List-Halle, Graz. Karten: Tel. (0 31 6) 825 000.

    INTERVIEW: FRITZ TRÜMPI

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