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Zuletzt aktualisiert: 24.05.2012 um 23:39 UhrKommentare

Zweites Halbfinale ohne Favoritensterben

Das 2. Semifinale des Song Contests in Baku bot einen bunten Musik-Mix von Ethno-Techno bis Heavy Metal. Zehn Länder qualifizierten sich für das Finale am Samstag, unter ihnen die schwedische Favoritin.

Anri Jokhadze aus Georgien: Kostüme, Stilbrüche, Eurodance - die Balkan-Festspiele in Baku

Foto © ReutersAnri Jokhadze aus Georgien: Kostüme, Stilbrüche, Eurodance - die Balkan-Festspiele in Baku

Das Starterfeld für das Finale des Eurovision Song Contests in Baku steht: Am Donnerstagabend ging in der aserbaidschanischen Hauptstadt das 2. Halbfinale über die Bühne, das sich als bunte Mischung mit Balkanschwerpunkt präsentierte. Qualifiziert für das Finale haben sich Litauen, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Ukraine, Schweden, Mazedonien, Norwegen, Estland, Malta und die Türkei. Ausgeschieden sind hingegen Bulgarien, Georgien, Kroatien, die Niederlande, Portugal, Slowakei, Slowenien und Weißrussland.

Fotoserie: Baku, Teil 2: Das zweite Semifinale

Als Erster schaffte Litauens Jüngling Donny Montell mit anfänglicher Augenbinde und abschließendem Akrobatiktanz den Einzug. Die laszive Gaitana komplettiert hingegen für die Ukraine mit "Be my Guest" die Riege der heurigen Strandhymnen im Finale. Der mittlerweile zu einer der Topfavoriten zu rechnenden Loreen aus Schweden gelang mit ihrem "Euphoria" in einer an Videoästhetik angelehnten Performance erwartungsgemäß der Aufstieg.

"Kids" müssen heim

Weniger Fixstarter war Estlands Solostimme Ott Lepland mit "Kuula", der aber auf Innigkeit und große Stimme setzte. Die Stimme ist bei Kurt Calleja aus Malta zwar nicht so groß, er begeisterte mit "This is the Night" aber die Halle und offensichtlich auch die Fernsehzuschauer. Für den großen Bruder Türkei brachte Sänger Can Bonomo mit "Love me Back" die aserbaidschanische Halle zum Kochen und konnte auch am Bildschirm beeindrucken. Und zu den Mitfavoriten auf eine der vorderen Platzierungenm Finale dürfte nun auch Norwegens iranischstämmiger Sänger Tooji mit "Stay" gehören, der auf Augenaufschlag und Orientalik, weniger auf gute Stimme setzt.

Die Finalisten

  • Litauen
  • Bosnien und Herzegowina
  • Serbien
  • Ukraine
  • Schweden
  • Mazedonien
  • Norwegen
  • Estland
  • Malta
  • Türkei

Von den fünf am Halbfinale beteiligten ex-jugoslawischen Staaten schafften letztlich "nur" drei den Aufstieg. Bosnien-Herzegowina konnte mit der sehr ruhigen Nummer "Korake ti znam" von Maya Sar genügend Stimmen sammeln. Serbiens Contest-Veteran Zeljko Joksimovic kam mit seinen symphonischen Balkanklängen offensichtlich nicht nur beim Publikum in der Halle an. Und für Mazedonien sang sich der dortige Popstar Kaliopi mit Oktavsprüngen und großer Stimme in die Endrunde.

Nach Hause fahren muss hingegen Slowenien nach einem melancholischen Auftritt der erst 16-jährigen Eva Boto mit "Verjamen", was auch für Kroatiens Nina Badric mit ihrer ruhigen Leidenshymne gilt. Bei den Niederlanden reichte es für das entzückende "You and me" der 22-jährigen Joan Franka, die im Indianerkostüm auftrat, nicht.

Abschied

Trotz des Liedtitels "We are the Heroes" musste sich Weißrusslands Brüderpaar Dmitry und Vladimir Kariakin alles andere als heldenhaft verabschieden und auch Portugals Vertreterin Filipa Sousa sang sich mit "Vida Minha" und Fado-Tristesse ins Aus. Bulgariens Sofi Marinova verpasste mit einem Outfit, das eigentlich auf die Berufstätigkeit in einem anderen Milieu schließen ließe, den Einzug.

Mit seiner Nummer "I'm a Joker" gelang es Georgiens Anri Jokhadze zwar, acht Lieder in eines zu packen, jedoch nicht der Einzug ins Finale. Und offensichtlich zu hart für den durchschnittlichen Song-Contest-Seher war Max Jasons Hard-Rock-Nummer "Don't Close Your Eyes" als Vertreter der Slowakei.

Damit stoßen die zehn Neuqualifizierten zur Liste jener 16 Länder hinzu, die bereits ihr Finalticket ergattert haben. Neben den Fixstartern Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien sowie Gastgeberland Aserbaidschan sind dies Rumänien, Moldawien, Island, Ungarn, Dänemark, Albanien, Zypern, Griechenland, Russland und Irland. Österreichs Vertreter, die Trackshittaz, mussten hingegen bereits nach dem 1. Halbfinal die Heimreise antreten. Das große Finale aus der Crystal Hall in Baku findet nun am Samstag statt und wird von ORF eins live ab 21 Uhr übertragen.


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