Womit die Konkurrenz nach Baku wackelt
Gegen wen oder was tritt "Woki mit deim Popo" in Aserbaidschan an? Wir stellen die Konkurrenz der Trackshittaz vor. Sie könnte im ersten Halbfinale jedenfalls zu schlagen sein.

Foto © APDie sechs Omas aus Russland: Buranowskije Babuschki
Ob die Italiener oder Deutschen mit hitverdächtigen Songs nach Baku reisen, ist für die Trackshittaz vorerst egal: Denn das rot-weiß-rote Duo muss sich am 22. Mai im ersten Halbfinale erst einmal für das Finale am 26. Mai qualifizieren, für das es nur sechs Fixstarter gibt: das Gastgeberland Aserbaidschan und die fünf größten Beitragszahler der Eurovision, nämlich England, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien.
Auf wen treffen die Trackshittaz aber in dem ihnen zugelosten Halbfinale? Zum Beispiel auf sechs Omas aus Russland: Buranowskije Babuschki (Großmütter aus Buranowo) mischen Folklore mit Disco, Englisch mit Udmurtisch, treten in Tracht auf und wollen die eigens für den Contest gebaute Kristallhalle mit "Party For Everyone" zum Kochen bringen. Das Lied ist Mittelmaß, aber den Interpretinnen ist ein Finalplatz sicher. Ausgehen dürfte es sich auch für Griechenland und Zypern, die attraktive Sängerinnen zu kommerziellen Discosongs mit dem Popos wackeln lassen. Die Texte ("Aphrodisiac", "La La Love") transportieren kaum mehr Inhalt als "Woki mit deim Popo".
Gut vorstellbar, dass etwa die Schweiz und Island (siehe rechts) hinter Österreich landen. Altbacken, aber eingängig klingen Lettland ("Beautiful Song" könnte ein nie von ABBA veröffentlichtes Stück sein) und Israel ("Time" im charmanten 60er-Retro-Sound). Sie dürften wie auch Irland (Dacapo der verrückten Zwillinge) und Ungarn (atmosphärischer Pop à la Coldplay) den Aufstieg schaffen.
Fazit: Auf die Fachjuroren, die das Ergebnis zu 50 Prozent bestimmen, dürfen die Trackshittaz nicht zählen. Sie müssen hoffen, dass das Televoting-Publikum den Spaß teilt. Für acht der 18 Halbfinalisten ist am 22. Mai der Song Contest bereits vorbei.














