Song Contest 2011: Wir sind dabei
Der ORF schickt nach dreijähriger Pause 2011 wieder einen Kandidaten zum Eurovision Song Contest nach Deutschland. 2010 hat der ORF den Song Contest nicht einmal mehr übertragen.

Foto © ReutersSong-Contest-Siegerin 2010: Lena Meyer-Landrut
Nein, wir suchen sicher keine Lena. Das wäre das Dümmste, was man tun kann", sagt ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz. Dass der ORF wieder in den europäischen Schlagerbewerb einsteigt, ist aber zumindest der Siegerin 2010 geschuldet: Lena Meyer-Landrut hat das Image des Bewerbs entscheidend aufgefrischt.
Und auch, dass das Finale in Oslo 321.000 österreichische Zuschauer hatte - in der ARD, weil der ORF den Bewerb heuer gar nicht mehr übertrug - hat wohl zur Kehrtwende beigetragen: "Wir werden alle drei Abende im Programm haben", kündigt Lorenz an, sowohl die beiden Semifinali als auch den Hauptbewerb.
Zwischen 750.000 und eine Million Euro wird der Spaß kosten. Die Entscheidung, nach dreijähriger Song Contest-Pause 2011 wieder mitzusingen, sei unlängst in einer ORF-Direktionssitzung gefallen - einhellig, betont Lorenz: "Wir alle wollten uns nicht länger in die Schmollecke stellen, auch zumal sich das Reglement in unserem Sinn verändert hat. Dass sich ein paar nationale Jurys auf ein Packl gehaut haben, ist passé."
Wahrscheinlich wird die österreichischen Vorausscheidung an die neue Castingshow "Helden von heute" gekoppelt, die im Herbst startet. Das entspricht dem heurigen deutschen Vorbild eines Song Contest-Castings auf ARD und ProSieben.
Der Auswahlmodus ist noch nicht fix: "Es wird sich herausstellen, ob sich geeignete Kandidaten finden", sagt Lorenz, "vielleicht fährt der Sieger zum Bewerb, vielleicht der Fünfte, vielleicht jemand ganz anderer." Im September werden die 14 Kandidaten für "Helden von morgen" ermittelt, in Folge will man sich mit heimischen Plattenfirmen und Musikprofis koordinieren. "Möglicherweise suchen wir das Lied gemeinsam mit dem Publikum aus."











