ORF will Mut zum Risiko beweisen
Mit insgesamt 33 neuen und erneuerten Formaten und Titeln will der ORF in der kommenden TV-Saison punkten. Neue Infomagazine, aber auch altbekannte Gesichter sind mit Sendeformaten mit dabei, die man bereits von anderen Sendern kennt.

Foto © APORF-Fernsehdirektorin Zechner und ORF-Generaldirektor Wrabetz
"Unser Ziel ist immer die Goldmedaille im internationalen Wettkampf - und nicht nur durchzukommen", beschrieb Fernsehdirektorin Kathrin Zechner das Motto des ORF bei der Programmpräsentation 2012/13. Nachsatz: "Manchmal wird es uns beim ersten oder zweiten Durchgang auch ,rausdrahn'!" Ins Risiko stürze man sich aber "mit aller Kompetenz". Ein Testballon ist eine Hauptabendshow mit den Radikalkomikern Stermann & Grissemann, die gerade für einen Samstag im Dezember entwickelt wird - und bei der Premiere noch nicht live zu sehen ist. Die beiden wollen bei der "ungerechtesten Spieleshow" alle Regeln auf den Kopf stellen. Bewährt ist "Kaiser" Robert Palfrader, mit dem bis Ende 2013 fünf Audienzen geplant sind (die nächste am 20. Oktober).
Insgesamt gibt es 33 neue Formate wie die Dokusoap "Das Einser Team" mit Armin Assinger als Robin Hood für Hilfsbedürftige. "Menschen & Mächte"-Inhalte laufen künftig unter dem neuen Titel "Universum History". Elf eigen- oder koproduzierte Serien, darunter David Schalkos "Braunschlag", sollen außerdem die rot-weiß-rote Marke stärken.
Das Angebot eigenproduzierter Informationssendungen steigt ab 24. September von 340 auf 385 Minuten täglich - auch durch das neue Magazin "heute mittag" im Anschluss an die ZiB, für das jedes Landesstudio im Schnitt zwei bis drei Beiträge pro Woche liefert. Zechner will auch die ZiB 20 (auf bis zu 15 Minuten) ausbauen - wobei erst der Vorabend in ORF eins neu aufgestellt werden muss (frühestens ab Jänner). Noch sei keine Entscheidung gefallen, ob dort eine Daily Soap, eine Reality Soap, ein Infotainment-Magazin oder eine Live-Sitcom laufen wird. Für Dominic Heinzls "Chili" dürfte es aus sein, auch wenn Zechner sich dazu nichts entlocken ließ. Prinzipiell möchte sie "jede unverwechselbare Persönlichkeit im Sender behalten, aber gleichzeitig eine nächste Generation zulassen". Heinzls Vertrag endet jedenfalls Ende des Jahres - wie auch der von Vera Russwurm. Fix ist hingegen: Barbara Karlichs 2500. Sendung wird mit einer Hauptabendshow gefeiert.














