Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
  • Zur Kärnten-Ausgabe
  • 21. April 2014 06:46 Uhr | Als Startseite
    Neu registrieren
    "Früher wollte ich nur den anderen gefallen" Gremienreform nicht in Sicht Voriger Artikel Aktuelle Artikel: ORF Nächster Artikel "Früher wollte ich nur den anderen gefallen" Gremienreform nicht in Sicht
    Zuletzt aktualisiert: 28.02.2012 um 14:49 UhrKommentare

    Wrabetz zur Programmanalyse: "Tendenziös und methodisch verfehlt"

    Die Studie sei laut dem ORF-Generaldirektor "wissenschaftlich fragwürdig, methodisch verfehlt und inhaltlich falsch". Der Der Verband Österreichischer Privatsender begrüßte die Studienergebnisse naturgemäß.

    ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz nutzte die Sitzung des Publikumsrats, um sich über die am Dienstag von der Rundfunkregulierungsbehörde RTR veröffentlichte Programmanalyse zu entrüsten. Die "angeblich objektive" und "tendenziöse" Studie, so Wrabetz, die ORF eins eine zu hohe Unterhaltungslastigkeit attestierte, sei "wissenschaftlich fragwürdig, methodisch verfehlt und inhaltlich falsch".

    Dass der Unterhaltungsanteil in ORF eins besonders hoch sei, liege primär daran, dass die kommerziellen Sender bis zu 40 Prozent ihrer täglichen Sendezeit mit Werbung, Teleshopping und Promotion füllen würden. In dieser Zeit laufe im ORF hochwertiges Unterhaltungsprogramm. Bei der Studie werde laut Wrabetz außerdem die Frage der Programmqualität vollkommen vernachlässigt. So werde etwa die "ZiB 2" mit dem Frühstücksfernsehen von Puls 4 in einen Topf geworfen, und "Kreuz und Quer" mit Formaten wie "Ein Leben für die Schönheit" auf ATV gleichgesetzt. "Das ist ein Äpfel-mit-Birnen-Vergleichen", so Wrabetz. Es sei "ja wohl haarsträubender Unsinn, zu behaupten, ATV habe einen niedrigeren Unterhaltungsanteil als ORF eins". Auch die ORF-Lokalberichterstattung, die als eine der wesentlichen Stärken der ORF-Programme wahrgenommen wird, werde in der Studie nicht entsprechend berücksichtigt, kritisierte der ORF-Chef.

    Dem Studienautor Jens Woelke, "einem sattsam bekannten Medienwissenschafter", der laut Wrabetz neben seiner Aktivität für die RTR vornehmlich für deutsche Privatsender tätig ist, warf er "Kolonial-Offiziers-Mentalität" und "völlig unqualifizierte Arbeit" vor. So habe Woelke etwa als Untersuchungszeitraum ausgerechnet eine Woche ausgewählt, in der der ORF nicht, wie üblich, Sondersendungen oder Themenschwerpunkte im Programm hatte. Auch grundsätzlich halte er die Beschränkung auf nur eine Programmwoche für methodisch äußerst fragwürdig.

    Laut Wrabetz erwecke die Studie außerdem den Eindruck, der RedBull-Sender Servus TV sei ein privatfinanzierter öffentlich-rechtlicher Sender. Das widerlegte der ORF-Generaldirektor vor seinen Publikumsräten und verglich Servus TV mit dem Kultur- und Informationssender ORF III. So habe ORF III mit drei Prozent einen deutlich geringeren Anteil an Unterhaltung (Servus TV 10,2 Prozent) und mit 36 zu sechs Prozent einen wesentlich höheren Anteil an Kultur. Servus TV habe seinen Kulturanteil erst unlängst von 9,2 auf sechs Prozent reduziert, was für Wrabetz ein Indiz dafür ist, dass der Sender sicher nicht öffentlich-rechtlich sei.

    Der Verband Österreichischer Privatsender begrüßte die Studienergebnisse naturgemäß und betonte in einer Aussendung, man fühle sich im Vorwurf bestätigt, dass "das TV-Programm des öffentlich-rechtlichen Mitbewerbers nicht ausgewogen strukturiert und unverwechselbar" sei. "Der ORF erfüllt seinen Programmauftrag nur mangelhaft", so VÖP-Geschäftsführerin Corinna Drumm. Der ORF müsse per Gesetz in seinen TV-Programmen ein ausgewogenes Gesamtprogramm von Information, Kultur, Unterhaltung und Sport anbieten, wobei diese Programmanteile in einem ausgewogenen Verhältnis zu stehen haben. "Insbesondere ORF eins ist jedoch in seiner Unterhaltungsorientierung sogar noch kommerzieller ausgerichtet als private Sender", hieß es. Der VÖP fordert daher, "die Abhängigkeit des ORF von der Werbewirtschaft" zu beenden und die Vermarktungsmöglichkeiten des ORF zu reduzieren. "Nur so ist eine Fokussierung der ORF-Programme auf den öffentlich-rechtlichen Auftrag zu erzielen", meint Drumm.


    Mehr ORF

    Mehr aus dem Web

      KLEINE.tv

      Kolumbien trauert um García Marquez

      Der kolumbianische Schriftsteller Gabriel Garcia Marquez ist im Alter vo...Noch nicht bewertet

       

      Events & Tickets

      Die besten Events in Kärnten und der Steiermark. Plus: Tickets für alle Veranstaltungen in ganz Österreich online bestellen.

      Das Ende einer Ära

      Ein Rückblick auf 33 Jahre „Wetten, dass…?: Die schönsten Bilder, lustigsten Wetten und Reaktionen auf das Show-Ende!

       




      Kultur-Fotoserien

      DSDS: Richard Schlögl im Halbfinale 

      DSDS: Richard Schlögl im Halbfinale

       

      World Press Photo

      AP/Paul Hansen

      Erschütternde Augenblicke: Männer halten eine Zweijährige und ihren drei Jahre alten Bruder in den Armen: Beide Kinder starben bei einem israelischen Luftangriff. Diese und ähnlich bewegende Aufnahmen überzeugten eine internationale Jury.

       

      Peter Rosegger-Jahr

      Landesarchiv

      Im Jahr 2013 feiert die Steiermark den 170. Geburtstag von Peter Rosegger (1843-1918) mit zahlreichen Projekten, Veranstaltungen und Aktivitäten.

      Kino-Fotoserien

      MTV-Filmpreise: Die Show 

      MTV-Filmpreise: Die Show

      Bibliothekenführer

      APA


      Seitenübersicht

      Zum Seitenanfang