3.000 wollen Job von "Klein-Niko"
Während Autorin Jelinek das "Ende der Sozialdemokratie" gekommen sieht und über den "kleinen Niko" lästert, gibt es einen Ansturm auf jenen ORF-Posten als Wrabetz-Büroleiter, den Stiftungsrat Pelinka bekommen soll. Der SPÖ-"Freundeskreis"-Leiter hätte keinen "Plan B", wäre aber über Nachrichten-Sendungen informiert, heißt es jetzt.

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Ob er einen Plan B habe, falls der öffentliche Druck gegen seine Bestellung doch zu groß wird? "Nein", so Pelinka dazu auf Anfrage knapp. Ob er mit seiner Bestellung rechne? "Entscheiden wird das der Generaldirektor (Alexander Wrabetz, Anm.). Er hat mich angehalten, mich zu bewerben. Mehr kann ich dazu nicht sagen".
"Vertrag ausgelaufen"
Freilich ist er nicht der einzige Bewerber: "Offizielle Zahlen haben wir nicht. Aber informell war aus der Personalabteilung zu hören, dass sich (bislang, Anmerkung) schon über 3.000 Bewerber gemeldet haben", ließ Redakteurssprecher Fritz Wendl wissen. Er verlangt eine ORF-Reform, eine Redakteursversammlung wurde nun fix für den 9. Jänner einberufen.
Sein Stiftungsratsmandat hat der bisherige SPÖ-"Freundeskreis"-Leiter Pelinka nach eigenen Angaben jedenfalls mündlich am 23. Dezember zurückgelegt. Eine schriftliche Verständigung sei ebenfalls unterwegs, sagte er. Bis zu seinem geplanten Engagement beim ORF ist Pelinka derzeit ohne Anstellung. "Mein Vertrag bei den ÖBB ist mit 31. Dezember ausgelaufen. Jetzt werde ich mich für die Büroleitung in der ORF-Generaldirektion bewerben", sagte er.
Wie "profil" schreibt, hätte Pelinka in dieser Funktion auch Zugriff auf das ORF-Redaktionssystem "Redsys" und wäre somit aktuell über den Planungsstand der Nachrichtensendungen des Tages informiert. Zu Spekulationen über die Art seiner künftigen Tätigkeit will der Bürochef in spe nicht Stellung nehmen. "Ich verweise hier auf die ORF-Pressestelle, die genaue Auskunft über das Arbeitsbild des Bürochefs geben kann".
Laut ORF-Kommunikationschef Martin Biedermann ist "nicht festgeschrieben, welche EDV-Berechtigungen ein Büroleiter hat", wie dieser sagte. "Es gibt mehrere Programm-Planungstools, eines davon ist das Redsys, das zur kurzfristigen Planung dient. Zugriff darauf haben aber hunderte Leute im Haus". Daneben nehme der Büroleiter des Generaldirektors auch an den regelmäßigen Managementsitzungen teil, zu denen der Generaldirektor seine Direktoren lädt. "Der Büroleiter nimmt daran teil und schreibt das Protokoll"-
Kein Kommentar
Die Vorsitzende des ORF-Stiftungsrates, Brigitte Kulovits-Rupp, möchte den angekündigten Wechsel ihres Gremienkollegen in das Büro des Generaldirektors nicht kommentieren, wie sie sagte. Die Besetzung der Büroleitung sei keine Materie, mit der sich der Stiftungsrat zu beschäftigen habe. "Meine persönliche Meinung dazu möchte ich nicht äußern".
Pelinka habe sie in der Vorwoche davon in Kenntnis gesetzt, dass er sein Mandat zurücklegen werde.













