Sido sucht die Superstars
Ein Berliner Rapper als Sozialarbeiter der kreativen Art: Mit eigener Show soll Sido Jugendliche von der Straße holen. "Blockstars" heißt das neue ORF-Format.

Foto © ORF / BlockstarsSido sucht eine Band
Von der Straße kommt er. Und helfen will er denjenigen, denen es genauso geht: Mit der neuen ORF-Show "Blockstars: Sido sucht Band" hilft der Berliner Rapper Sido sozial schwachen Jugendlichen auf die Beine. "Ich will Kandidaten, für die die Sendung die einzige Chance ist", sagt der Künstler. Nach diesen wird noch gefahndet; sogar vor dem Jugendgericht. Unter Sidos Fittichen sollen die Bewerber in eine WG gesteckt werden, wo sie hart an sich arbeiten müssen. Wer sich durchsetzt, bekommt einen Plattenvertrag und wird womöglich in den Vorentscheid zum Song Contest geschickt. Was dabei rauskommt, ist ab Dezember im Rahmen von sieben Dokus in ORF eins zu sehen (jeweils donnerstags, 21.55 Uhr).
"Beweg' dein Oasch"
"So echt wie möglich" soll die Sendung dann werden. "Es gibt kein Drehbuch, alles kann passieren", weckt Sido die Erwartungen. Da kann auch mal ein deftiges Wort fallen. Das wird aber höchstens "weggepiept", beruhigt der Rapper. Auch für den ORF-Unterhaltungschef Edgar Böhm wäre es "ein Blödsinn, die Sprache zu glätten". Doch alles ließ man dem Skandalrapper nicht durchgehen: Mit seinem vorgeschlagenen Sendungstitel "Beweg' dein Oasch" hatte der ORF so seine Probleme. Dialekt soll ohnehin nicht im Vordergrund stehen: "Die Band soll ja auch groß in Deutschland werden, und da versteht das keiner!"
Live wird nicht gesendet. Was unter der Woche passiert, kommt konzentriert ins Programm. So soll die Sendung mit deutscher Schützenhilfe nicht nur dem quotenschwachen ORF eins auf die Beine helfen: "Hoffentlich habe ich am Ende ein paar Leben gerettet", sagt Sido.














