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Zuletzt aktualisiert: 04.07.2012 um 19:46 UhrKommentare

Skrillex: Extrem laut und unglaublich düster

Angefeindet und verehrt: Der 24-jährige US-Amerikaner Skrillex hat Dubstep zum Massenphänomen gemacht. Am Freitag wird der DJ als Headliner das Urban Art Forms zum Beben bringen.

Bombast auf der Bühne und bei den Bässen: Skrillex

Foto © APABombast auf der Bühne und bei den Bässen: Skrillex

Der Hooligan des Dubstep-Genres. Die düstere Antwort auf David Guetta. Elektronische Musik für Metal-Fans. Oder einfach nur: schreckliche Musik. Wirft man Kritikern den Namen Skrillex hin, erntet man nichts als Gift und Galle. Was an dem erst 24-jährigen US-Amerikaner so empört: Er hat eine ur-europäische Musikrichtung aus dem Londoner Underground in den amerikanischen Mainstream gehievt. Die Rede ist von Dubstep, einer extrem bassbetonten Elektronik-Richtung mit breitem, waberndem Sound, die erst zehn Jahre nach ihrer Entstehung in Großbritannien gerade ihren Weg in die dortigen Hitparaden findet.

"My Name Is Skrillex"

In den USA, wo elektronische Musik erst seit dem Erfolg von David Guetta (daher auch der Vergleich) zum Massenphänomen wurde, ist Skrillex hingegen raketenartig zum Star aufgestiegen. 2010 stellte er sich mit der Debüt-EP "My Name Is Skrillex" vor, im Sommer darauf tourte er als Headliner durch die USA - neben Superstars wie Guetta oder Tiësto und vor zwischendurch 70.000 Zuschauern.

Schneller Aufstieg

Was inzwischen geschah? Ein Song für die Nu-Metal-Band Korn hier, der höchste Neueinstieg in die von Europäern mehr als nur dominierte Top-100-Liste des "DJ Mag" da, Remixes für Lady Gaga, Snoop Dogg, Bruno Mars und die Black Eyed Peas, vier EPs und noch immer kein Album. Spätestens seit seiner "Adelung" bei den Grammy Awards 2012 ist Sonny Moore, so Skrillex' bürgerlicher Name, auch in Europa berühmt (und berüchtigt): Fünf Mal nominiert, streifte er drei Auszeichnungen ein, für die beste Dance-Aufnahme, das beste Electronic/Dance-Album und den besten Remix.

Der kleine, stets dunkel gekleidete Mann mit den kahlrasierten Schläfen und der riesigen Nerdbrille wurde zum Posterboy der neongrellen US-Spaßkultur. Er legt vor Zigtausenden Fans auf, die sowohl Lady-Gaga- als auch Korn-T-Shirts tragen. In der deutschen Wikipedia ist sein Name beim Eintrag "Dubstep" aber nach wie vor nicht zu finden.

Nina Müller

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