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    Zuletzt aktualisiert: 07.05.2012 um 13:16 UhrKommentare

    Springfestival 2012: "Elektronische Musik bietet mehr als Beats"

    Vom 16. bis 20. Mai findet in Graz zum 12. Mal das Springfestival statt. Die Veranstaltung verknüpft elektronische Musik mit aktuellem Diskurs und zählt zu den bedeutendsten Reihen dieser Art.

    Das Springfestival lockte auch 2011 die Musikfans an

    Foto © EderDas Springfestival lockte auch 2011 die Musikfans an

    Die Vorjahres-Ausgabe wurde bei den "European Festival Awards 2011" unter die zehn besten Festivals Europas gereiht. Rund 200 Acts setzen Graz in den Abendstunden unter Beats, die Nachmittage gehören den Debatten.

    Dieses Jahr geht es im Diskurs-Programm laut Stefan Auer, Mastermind des Springfestivals, um die Schnittstellen im kreativen Bereich: "Zwischen Kunst, Technologie, Design und Wirtschaft sind die Übergänge längst fließend. Es lassen sich auch oft keine klaren Berufsbilder mehr entwerfen, was aber durchaus interessant ist." Highlights sind der Grafik-Designer Stefan Sagmeister oder der VJ Peter Sistrom.

    Programm

    Das Musikprogramm ist wie gewohnt sehr breit angelegt: "Ob jetzt Dubstep, House, Techno, Hip-Hop, Drum 'n' Bass, es wird für alle, die an elektronischer Musik interessiert sind, etwas dabei sein." Neu ist, dass sich die Spring-Macher auch in den Jazz hineinwagen. "Wir bringen den Engländer Gilles Peterson, der auf BBC eine eigene Sendung hat und in seine elektronische Musik auch Jazz einfließen lässt." Peterson kuratiert zwei Abende, einen in der Helmut-List-Halle und einen im Dom im Berg.

    Ein weiterer Star der Szene ist der Brasilianer Amon Tobin, der das Springfestival in der Helmut-List-Halle eröffnet. Der sehr fantasievolle DJ präsentiert seine audiovisuelle Klangcollage ISAM. "Tobin ist ein gutes Beispiel dafür, wie vielseitig elektronische Musik live sein kann. Musik, 3D-Visuals und eine fast schon theatermäßige Kulissenlandschaft werden bei Tobin zu einem gelungen Gesamtkunstwerk fusioniert", so Auer.

    Die Spring-Macher setzen jedoch nicht nur auf internationale Größen. "Wir versuchen auch in den Nischen Qualität zu bringen, beispielsweise ein Berliner Techno-House-Abend in der Postgarage mit Acts wie Aka Aka, Alle Farben und Format B." Auch rein österreichische Projekte kommen nicht zu kurz: "Tanja Saedi zum Beispiel, die von den Sofa Surfers produziert wurde, oder Susana Sawoff. Abgesehen davon, kommen viele Grazer DJs in allen Locations zum Zug." Graz scheint ein guter Boden für elektronische Musik zu sein, denn von 5. bis 7. Juli gastiert erstmals das Urban Art Forms Festival im Schwarzl Freizeitzentrum in Unterpremstätten bei Graz. Stefan Auer sieht hier keine Konkurrenz, ganz im Gegenteil: "Das Urban Art Forms Festival ist im kommerziellen Top-Bereich zu Hause und findet außerhalb von Graz statt. Wir hingegen gehen mehr in die Tiefe und bespielen als 'City-Festival' sieben verschiedene Locations in Graz. Es besteht also keine Verwechslungsgefahr und je mehr hochwertige elektronische Musik nach Graz gebracht wird, desto besser ist es für die Szene."


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