Frequency-Festival: Entspannte Stimmung in der Hitze
Sommerstimmung pur zum Auftakt des heurigen Frequency-Festivals in St. Pölten: A Hitz' hat's!", lautete der einhellige Tenor. Die Veranstalter rechnen auch heuer mit täglich etwa 40.000 Besuchern, das Festival dauert bis inklusive Samstag.

Foto © APASommerstimmung pur am Frequency 2011
Entspannte Stimmung bei brütender Hitze hat am Donnerstagnachmittag beim Frequency Festival in St. Pölten geherrscht. Erstmals für wirklich gute Laune abseits der Wasserstellen, an denen sich die ohnehin kaum bekleideten Open-Air-Besucher abkühlten, sorgte der Bombay Bicycle Club mit einer netten Vorstellung auf der Race Stage, während auf der zweiten Hauptbühne, der Green Stage, ein zweiter britischer Club, der Two Door Cinema Club, mit Hits wie "Undercover Martyn" zum Tanzen verleitete. Wirkliche Begeisterung erntete dann Clueso mit seiner relaxten Mischung aus Pop, Rap und Reggae.
Die jungen Musiker des in England ordentlich gehypten Bombay Bicycle Club wirkten zunächst auf der riesigen Bühne vor einem Häufchen Zuschauer, das sich aus dem Schatten wagte, etwas verloren. Doch steigerte sich die Formation um Sänger Jack Steadman mit der Performance und bewies, dass auch komplexer Pop "funktionieren" kann. Das wurde mit einem Zustrom an Besuchern belohnt. Zu hören gab es auch neues Material aus dem demnächst erscheinenden dritten Album "A Different Kind Of Fix" (Universal). Als Dankeschön an das Publikum schrieb die Gruppe anschließend mehr als eine halbe Stunde lang geduldig Autogramme.
Bei Clueso füllte sich der unmittelbare Bereich vor der Race Stage. "So einen wunderschönen Tag genießen", forderte der Erfurter. Und dann meinte er zurecht: "Das müsste eigentlich immer so gehen." Bei seinen Laid-Back-Liedern, passend zum Umfeld und Wetter, kam erstmals echte Festival-Stimmung auf. Bloc-Party-Frontman Kele Okere bewies zeitgleich auf der Green Stage, dass ihm sein Soloprojekt äußerst gut zu Gesicht steht: Der ansonsten fast schüchtern wirkende Sänger ging aus sich heraus und mit den zahlreichen Fans auf Tuchfühlung. "Es war gut, sehr heiß", kommentierte der Two Door Cinema Club unterdessen gegenüber der APA seinen eigenen Auftritt.
Keine Zwischenfälle
Das Spektakel hat ohne Staus und Zwischenfälle begonnen, lediglich der Einlass verzögerte sich etwas. "Alles ok, läuft sehr gut an", kommentierte Veranstalter Ewald Tatar den Start. Weniger rau als beim Nova Rock ging es auf dem Areal zu - aber nicht weniger ausgeflippt. Während manche Damen mit Bikini auskamen, lief ein Besucher im Hasenkostüm mit dickem Fell über das Gelände. Manche kamen in Tracht und Lederhose, eine Gruppe Herren tanzte in rosa Tops herum.
Für morgen, Freitag, rief ein Fotograf für ein Kunstprojekt zum Nacktfototermin auf. Die Aktion soll zu Mittag vor dem Haupteingang am Sportplatz ihren Ausgang nehmen. Zum Musikalischen: Am Donnerstag standen noch u.a. The National, Seeed, Beady Eye, Interpol und The Kooks am Programm.












