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Zuletzt aktualisiert: 18.07.2010 um 21:58 UhrKommentare

Furioso zum Abschied

War es echt schon wieder das Abschiedskonzert? Faith No More sorgten für ein furioses Forestglade-Finale in Wiesen. Nach einer geglückten Reunion will sich die Band nun wieder für die nächsten zehn Jahre von der Bühne verabschieden.

Mike Patton trumpfte mit Faith No More auf

Foto © APAMike Patton trumpfte mit Faith No More auf

Das Forest war mehr als "glad", also überglücklich. Faith No More haben für das erhoffte, fulminante Forestglade-Finale in Wiesen gesorgt. Zuerst spielte die Truppe rund um Mike Patton düstere Töne vor rot beleuchtetem Hintergrund, dann wurde die Show laut, hart und energiegeladen. Noch in der ersten Nummer wagte Patton ein Bad in der Menge. Zum Leidwesen der Sicherheitskräfte schmiss er sich kopfüber ins Publikum. Die weiteren Highlights: Ein Cover von Lady Gagas "Pokerface" und natürlich ein hymnenartiges "Easy". Schade, dass sich die Crossover-Band nach ihrer äußerst geglückten Reunion im Vorjahr laut Patton wieder für die nächsten zehn Jahre von der Bühne verabschieden möchte.

Zuvor sorgten Gossip auf zuweilen seltsame Weise und mit einigen sonderbaren Tönen für Stimmung. Frontfrau Beth Ditto glänzte dabei mehr mit ihren Deutschkenntnissen als mit ihrer musikalischen Leistung. Da ein Hit allein nicht für eine ganze Show reicht, griff man kurzerhand zu diversen Covers. Dem Publikum war alles wurscht. Gesprungen und gesungen wurde trotz fragwürdiger Performance.

Den Vogel schoss die Truppe zweifellos mit einem Gastauftritt von Dittos Schwester ab: Die konnte weder den Text, noch schien sie besonders viel Lust auf ihre Darbietung zu haben.

Die nordirischen Hardrocker Therapy? spielten Hits wie "Innocent", "Diane" und "Die Laughing", bei denen das Publikum ordentlich mitgrölte. Sänger Andy Cairns beschimpfte mit dem bösen F-Wort die Verantwortlichen der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko. Generell war die Band einfach nur laut. Sonst nichts. Den Besuchern war das aber ziemlich egal.

Gejubelt wurde auch schon bei Everlast, der zuvor die Bühne sein kurzweiliges Zuhause nannte. Ein paar bekannte Nummern spielte er brav runter. Dann ein "Bye" und ein einziger Song als Zugabe. Der war allerdings nicht von Everlasts Glanzzeiten als Solokünstler, sondern aus seiner Zeit bei House of Pain.

Fest steht: Die Zukunft des Festivals ist laut Veranstalter Ewald Tatar gesichert. "Es wird auch nächstes Jahr wieder ein Forestglade geben", versprach er dem Publikum.

KATHRIN SPALTL

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