Werkschau mit Spielfreude und Virtuosität
(Fast)Alleskönner Steve Winwood begeisterte: Das ehemalige musikalische Wunderkind, das bei der Spencer Davis Group mit gerade einmal 17 Jahren in den 1960er-Jahren für Furore sorgte, hat auch heute mit seinen 62 nichts an jugendlichem Elan eingebüßt.

Foto © APAWinwood an der Hammond B3
Gastierte Steve Winwood vor Kurzem mit seinem ehemaligen Blind-Faith-Partner Eric Clapton noch in der ausverkauften Stadthalle, konnte man nun im vergleichsweise intimen Rahmen des Konzerthauses wahre Gustostückerln der Rockgeschichte solo genießen.
So standen neben "Can't Find My Way Home" von Blind Faith natürlich "Gimme Some Lovin'" und "I'm a Man" von besagter Spencer Davis Group plus dem Solohit "Higher Love" (Grammy 1986) auf dem Programm des zweistündigen Auftritts. Alles Rockklassiker, die von Winwood auch komponiert wurden. Jedes Stück wurde live fulminant zelebriert, in dem es lange Instrumental-Exkurse und genügend Soloeinlagen aller beteiligten Musiker gab.
Bestechend neben Winwoods Gesang ist natürlich sein unvergleichliches Bearbeiten der Hammondorgel mit beeindruckender Fußarbeit an den Pedalen des Tasteninstrumentes. Ein weiteres unsterbliches Werk aus seligen Traffic-Tagen beendete das alles andere als nostalgisch anmutende Konzert: "Dear Mr. Fantasy" - in einer spannend-ausufernden, glänzenden Version.













