Ein "Gitarrengott" und sein All-Star Team: Solo-Album von Slash
15 Jahre ist es her, seit dem Saul Hudson alias Slash Guns'n'Roses verließ. Nun bringt der Musiker sein erstes Solo-Album auf den Markt, mit illustren Gastsängern von Ozzy Osbourne bis Fergie.

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Slash ist einer der letzten echten "Gitarrenhelden". Fast 15 Jahre nach seinem Ausstieg von Guns N' Roses bringt der als Saul Hudson in England geborene Amerikaner Anfang April das erste Album unter seinem Namen heraus. Und hat dafür eine illustre Schar von Gaststimmen engagiert. Neben den "üblichen Verdächtigen" von Ozzy Osbourne bis Lemmy waren auch Fergie und Nicole Scherzinger mit dem 44-Jährigen im Studio.
Dass ausgerechnet die Sängerinnen von Black Eyed Peas und der Pussycat Dolls mit dem seit einiger Zeit entwöhnten Rocker kooperierten, der früher neben seiner Gitarrenarbeit auch für seine Drogenexzesse bekannt war, stieß manchem Fan sauer auf. Erste Hörproben stellen aber klar: Slash hat sich nicht trendigen Stilen ausgeliefert. "Es ist eine sehr raue Rock 'n' Roll-Platte. Und der Song mit Fergie wird die Leute umwerfen, weil es ein Rock 'n' Roll-Song ist, kein Pop-Song", sagte der Saitenvirtuose im Interview mit dem britischen Magazin "Classic Rock" (April-Ausgabe).
Scherzinger wurde für ein Duett mit Alice Cooper verpflichtet, das Ergebnis gibt es allerdings nicht auf der regulären CD zu hören, sondern als Bonus-Track diverser Sonderauflagen. Cooper zeigte sich beeindruckt und meinte im "Classic Rock": "Die Zeit der Diven ist vorbei. Jeder hasst Diven, aber jeder liebt ein Rock Chick." Und Scherzinger habe die richtige Stimme dafür.
Logisch scheint die Wahl der männlichen Stimmen. Diese steuerten neben den genannten u.a. Ian Astbury (The Cult), Chris Cornell (Soundgarden), Andrew Stockdale (Wolfmother), Adam Levine, Kid Rock und Iggy Pop bei. Da Dave Grohl (Foo Fighters, Them Crooked Vultures) auf keinen Platten anderer Künstler singt, nahm er am Schlagzeug Platz und spielte mit Slash und Duff McKagan, dem ehemaligen Bassisten der Guns N' Roses, ein instrumentales Stück ein. Noch ein ehemaliger Gunner war mit von der Partie: Steve Adler, das seinerzeitige erste Opfer von Heroin und Sänger Axl Rose.
Neben dem Namen des Gitarristen ziert das Cover ein weiterer Schriftzug: "R&FN'R" - kurz für "Rock and Fuckin' Roll", eine passende Inhaltsangabe. Die Nummern kann man als klassischen Hardrock bezeichnen, manche wurden noch für die mittlerweile sängerlose Formation Revolverheld geschrieben, der Slash nach Ende des Projektes Slash' Snakepit angehört(e). Viele Songs wurden mit den Gästen abgestimmt, so dass etwa "Doctor Alibi" mit Lemmy durchaus eine Prise Motörhead durchweht.
"Slash ist einer der letzten Gitarren-Revolverhelden - in der gleichen Tradition wie Jimmy Page oder Jeff Beck. Es gibt nur wenige davon in seiner Generation", resümierte Alice Cooper im "Classic Rock".
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Solo-Pfad der zweite: Axl RoseFoto © AP














