Pink Floyd gewinnen Klage gegen EMI
Die britische Band setzte sich stets dafür ein, dass statt Singles Alben verkauft werden - die als "nahtlose" Alben konzipierte Musik soll nicht auseinandergerissen werden.

Foto © APEine Entscheidung, die auch David Gilmour freuen dürfte...
Die Band Pink Floyd hat eine Klage gegen den angeschlagenen britischen Plattenkonzern EMI gewonnen: Das Unternehmen darf einzelne Lieder nun nicht mehr im Internet ohne Einverständnis der Musiker verkaufen. Das urteilte ein Gericht in London.
Die legendären britischen Musiker ("The Wall") hatten am Dienstag Klage eingereicht. Streitpunkt war, ob EMI Lieder im Online-Shop einzeln verkaufen darf - obwohl ein Vertrag vorsieht, dass die Songs der Platten alle zusammengehören. Pink Floyd setzte sich stets dafür ein, dass statt Singles Alben verkauft werden - da die "nahtlosen" Platten nicht auseinandergerissen werden sollen, argumentierte Anwalt Robert Howe. Gleichzeitig war die Berechnung der Online-Honorare Thema der Klage.
Die legendäre Band ist seit 1967 bei EMI. Das Album "Dark Side Of The Moon" gehört zu den meistverkauften aller Zeiten, das Album "The Wall" ist das bestverkaufte Doppelalbum überhaupt. EMI - wo auch Robbie Williams oder Coldplay unter Vertrag stehen - machen ein mittlerweile astronomischer Schuldenberg und Ärger mit anderen Künstlern zu schaffen.
Features
Steckbrief
Pink Floyd sind eine der größten Bands aller Zeiten. Nachdem Gründungsmitglied Syd Barrett Anfang der 1970er-Jahre im Drogensumpf verschwand, übernahm Gitarrist und Sänger David Gilmour seine Rolle. Mit Roger Waters, Richard Wright und Nick Mason machte er bis Anfang der 1980er-Jahre als Quartett weiter, nach dem Ausstieg von Waters als Trio. Keyboarder Wright starb 2008 an Krebs, ein neues Lebenszeichen der Gruppe, die über 200 Millionen Tonträger verkauft hat, scheint spätestens seitdem als überaus unwahr-scheinlich, sagen Insider.













