Ausgezeichnetes Musikland Steiermark
Zehn steirische Künstlerinnen und Künstler haben heute Abend die Chance auf einen "Amadeus", den österreichischen Musikpreis.

Foto © PrivatHat Anna F. den beliebtesten Song des Jahres aufgenommen?
Mit fünfzehn von sechzig Nominierungen stehen die Chancen der Steirer gut. Auf viele Fan-Stimmen hoffen:
Soap&Skin. Mit drei Nominierungen ist die 19-jährige aus Gnas stammende Künstlerin die Favoritin. Ihr düster-romantisches Debüt erntete Begeisterung in ganz Europa und darüber hinaus.
Fakten
In seinem zehnten Jahr wurde der "Amadeus Austrian Music Award" neu ausgerichtet: Früher waren für die Nominierungen die Hitparadenplätze bzw. Verkaufszahlen der vergangenen zwölf Monate ausschlaggebend. Heuer bestimmten Fachjuroren aus der Musik- und Medienbranche, darunter Kleine Zeitung-Redakteur Christian Ude, die Nominierten, aus denen das Publikum per Internet-Voting die Sieger küren konnte.
Sie werden heute Abend bei der Show im Wiener Museumsquartier genannt, Puls 4 überträgt zeitversetzt ab 22.15 Uhr. Bis zur achten "Amadeus"-Ausgabe wurde die Preisverleihung vom ORF gesendet, bereits im Vorjahr lieferte Puls 4 die Gala ins Haus, lockte jedoch durchschnittlich nur 26.000 Seher an.
Amadeus Award: Puls 4, 22.15 Uhr.
Bunny Lake. Ebenfalls dunkel gefärbt ist der Elektropop des Trios um Exil-Grazer Christian Fuchs, das zwei Mal nominiert ist.
Die Seer. Gold und Platin, ausverkaufte Konzerte, ein Amadeus im Jahr 2003: Der gefühlvolle Dialekt-Pop der Gruppe um Fred Jaklitsch ist ein Dauerbrenner.
Andreas Gabalier. Der 24-jährige Jus-Student gewann mit seinem Lied "So liab hob i di" zwar nicht den Grand Prix der Volksmusik, darf aber in zwei Kategorien auf Trophäen hoffen.
Anna F. Ohne Plattenvertrag auf Europa-Tour mit Lenny Kravitz: Die 24-jährige Friedbergerin ist eigentlich schon eine Gewinnerin. In der Kategorie Pop könnte noch ein Preis dazukommen.
The Base. Die Alternative-Rockband um Norbert Wally ist schon seit Jahren ein fixer Bestandteil der Grazer Szene, mit ihrem Album "16 Songs for Self Defense" wurde nun auch FM4 hellhörig.
Killed by 9V Batteries. Von Weiz über Graz nach Berlin: Dort verewigten die vier ihren erfrischend rohen Indierock mit wunderbar eingängigen Pop-Melodien auf Platte und wurden zu Kritiker-Lieblingen.
Wolfgang Muthspiel. Der gebürtige Judenburger spielt weltweit in der Jazz-Oberliga, in dieser Kategorie ist er auch nominiert. Mit einer klassischen Ausbildung und gelegentlichen Pop-Annäherungen beweist er immer wieder stilistische Vielfalt.
Gustav. Hinter dem irreführenden Künstlernamen verbirgt sich die aus Graz stammende Künstlerin Eva Jantschitsch. Ihr einzigartiges Erfolgsrezept: Leicht verdauliche Popsongs, deren Texte schwer im Magen liegen.
Eva K. Anderson. Die Leobnerin komponierte für "Amadeus"-Abonnentin Christina Stürmer, nun hofft sie auf ihren eigenen Preis in der Kategorie Pop.




















