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Zuletzt aktualisiert: 01.12.2009 um 16:21 UhrKommentare

Heinzl vs. Heinzl: Quotenmatch aus "reiner Gehässigkeit"

Aus "reiner Gehässigkeit" programmiert ATV im Jänner ein "Best of Dominic Heinzl" gegen das neue Societyformat von Heinzl im ORF. Ab Februar übernimmt dann Moderator Volker Piesczek mit einem Chronik-Magazin.

Foto © APA

Heinzl gegen Heinzl, dieses Quotenmatch wird sich der Privatsender ATV im Jänner mit ORF 1 liefern. Aus "reiner Gehässigkeit", wie ATV-Eigentümer Herbert Kloiber es ausdrückt, programmiert ATV zu Jahresbeginn ein "Best of Dominic Heinzl" im Vorabend gegen das neue Societyformat des abtrünnigen ATV-Moderators, das ab Jänner auf ORF 1 zu sehen ist. Ab Februar soll Moderator Volker Piesczek stärker in den Vordergrund rücken. Er wird abwechselnd mit Newcomerin Kerstin Ruhri und gemeinsam mit Außenreporter Andreas Moravec das tägliche "Hi Society"-Nachfolgeformat "ATV Life" präsentieren.

"ATV Life" ist kein Society- sondern vielmehr ein chronikales Infotainmentmagazin, das wochentäglich um 19.45 Uhr live ausgestrahlt wird. Es widmet sich den "heißesten" Themen des Tages. Sendungsverantwortlicher ist der ehemalige "News"-Journalist Karl Wendl, der eine Mischung aus "Minireportagen, Hintergründen und Servicebeiträgen" verspricht - "eben ein Magazin, das man so noch nicht gesehen hat". Auch Society- und Life Style-Geschichten werden Platz finden, allerdings will ATV kein reines Gesellschaftsformat on Air schicken, von denen es in der Vor-Primetime bereits jetzt einige gibt, so Senderchef Ludwig Bauer: "Wir werden uns auf die Events konzentrieren, über die es wert ist, berichtet zu werden."

Auch das übrige Programm von ATV wird in der nächsten Saison vor allem von Eigenproduktionen dominiert. Nachdem der Privatsender mit "Bauer sucht Frau" immer noch die eigenen Quotenrekorde schlägt, wird es ab Jänner eine ganze Reihe neuer und bewährter Entertainmentformate und Dokusoaps geben. Ab 11. Jänner kommt mit Sasha Walleczek ein "alter" ATV-Hase auf den Schirm. Die Ernährungsexpertin widmet sich diesmal Prominenten, die ihren Winterspeck loswerden wollen. Gemeinsames Abspecken heißt es unter anderem für Christoph Fälbl, Marika Lichter, Harald Serafin sowie Franz Wohlfahrt.

Ebenfalls im Jänner startet "Das Geschäft mit der Liebe", bei dem über acht Folgen hinweg unfreiwillig alleinstehende Österreicher ihr Liebesglück im Osten suchen. Wie Österreichs Jugend feiert, wird ab 12. Jänner in "Saturday Night Fever" dokumentiert und ab Februar begleitet ATV prominente Schönheitschirurgen in ihrem Alltag in "Ein Leben für die Schönheit".

Volker Piesczek wird nicht nur das neue Boulevardmagazin moderieren, sondern in "Die Erfolgsstory" auch erfolgreiche Auslandsösterreicher in ihrer Wahlheimat besuchen - "unsere Version von 'Die Auswanderer'", so Bauer. Eine Fortsetzung ob mit Mausi, Bambi oder Co. finden "Die Lugners" sowie natürlich "Bauer sucht Frau". In Doku-Reihen widmet sich ATV außerdem der österreichischen Bergrettung und dem Bundesheer.

Mit Jenny Laimer bekommen die ATV-Nachrichten künftig ein neues Gesicht - die 29-Jährige wird ab 4. Dezember abwechselnd mit Meinrad Knapp und Sylvia Saringer moderieren. Dank Eigentümer und Filmehändler Kloiber hat ATV auch einige Free-TV-Premieren, so etwa "Iron Man" und "Glück im Spiel" mit Eric Bana.

Mit der Performance des Privatsenders zeigten sich Eigentümer und Geschäftsführer bei der Präsentation des Programms vor Journalisten sehr zufrieden. Die Marktanteile von ATV liegen heuer in der Zielgruppe 12 plus bei 3,6 Prozent und damit 20 Prozent über dem Vorjahr. Im Jänner feiert ATV außerdem ein rundes Jubiläum, das Senderchef Bauer ausgiebig zelebrieren will: Vor zehn Jahren wurde ATV zu einem österreichweiten Programm ausgebaut, das am 17. Jänner 2000 erstmals auf Sendung ging - allerdings aufgrund der damaligen Rechtslage nur über Kabel.

"Die zehn Jahre sind verflogen, und ich war nie glücklicher als heute", so Herbert Kloiber. In Anspielung auf Bauer meinte er: "Seit ein Bayer hier regiert, ist alles im Lot - auch wenn das Umfeld in Österreich nach wie vor schwierig und bedauerlich ist", so Kloiber, der damit auf das "kaum vorhandene" duale System abzielte.


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