Klaus Amann erhält Staatspreis für Literaturkritik
Hohe Ehre für den Klagenfurter Germanisten.

Foto © PeutzKlaus Amann
Die offizielle Bekanntgabe erfolgt eigentlich erst morgen bei der Eröffnung der "Buch Wien" durch Claudia Schmied. Aus dem Umfeld der Kulturministerin wurde allerdings bereits gestern inoffiziell bestätigt, was seit einigen Tagen in Klagenfurt die Runde macht: Klaus Amann (60), Kärntens renommiertester Germanist, wird den diesjährigen Staatspreis für Literaturkritik erhalten.
Autor und Kritiker
Die mit 7300 Euro dotierte Auszeichnung, die im Zwei-Jahres-Rhythmus abwechselnd mit dem Staatspreis für Kulturpublizistik vergeben wird, war zuletzt (2007) an Franz Josef Czernin gegangen, der mit Amann einen mehr als würdigen Nachfolger erhält. Der seit 1976 an der Alpen-Adria-Universität tätige Mitbegründer des Kärntner Literaturarchivs ist auf vielfache Weise dem Schreiben verbunden: als Autor von Büchern zur österreichischen Literatur ("Die Dichter und die Politik"), als Mitherausgeber einer erst jüngst erschienenen digitalen Musil-Edition oder als Kritiker, der sich insbesondere beim Bachmann-Wettbewerb einem breiten Lesepublikum vorstellte. Nach dem Kärntner Würdigungspreis für Geisteswissenschaften (2005) ist der Staatspreis für Literaturkritik die bislang bedeutendste Auszeichnung für den gebürtigen Vorarlberger. Die Verleihung erfolgt im Frühjahr 2010.














